Buchungsbeispiele für Personengesellschaften

Wichtig! Anmerkung zu den Buchungsbeispielen

Bei den o.a. Buchungsbeispielen auf die Gesellschafterkonten erfolgt die Darstellung wie folgt (am Bespiel SKR 04):
2000.1 bis 2000.9 Der Kontenbereich "bis …9" dient nur als Beispiel. Der Kontenbereich für die Gesellschafterunterkonten geht theoretisch gegen unendlich.

Unterscheidung der Bilanzgliederungen

Je nach der Rechtsform stehen die folgenden Bilanzgliederungen für Personengesellschaften für die Kontenrahmen SKR 03, 04 und 13 zur Verfügung.

Personengesellschaft erweitert

Schema der Personengesellschaft mit Kapitalkontenentwicklung und Ergebnisverwendung.

Der Jahresüberschuss / -fehlbetrag muss über den Posten Nicht verteilter Jahreserfolg auf die Gesellschafter verteilt werden.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, groß EK Charakter

Schema der Personengesellschaft die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz (KapCoRiLiG) erstellt werden, i.d.R. ist das die Rechtsform der GmbH & Co. KG.

Bei Bilanzgliederungen mit EK Charter werden die Entnahme- und Einlagekonten des Teilhafters im Eigenkapitalbereich ausgewiesen.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, mittel EK Charakter

Schema der Personengesellschaft, die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz erstellt werden. Das Schema dient ausschließlich für Zwecke der Offenlegung.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, klein EK Charakter

Schema der Personengesellschaft, die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz erstellt werden. Das Schema dient ausschließlich für Zwecke der Offenlegung.

Personengesellschaft untergliedert

Schema der Personengesellschaft mit Kapitalkontenentwicklung und Ergebnisverwendung.

Der Jahresüberschuss / -fehlbetrag muss über den Posten Nicht verteilter Jahreserfolg auf die Gesellschafter verteilt werden.

Der GuV-Posten sonstige betriebliche Aufwendungen wird untergliedert nach Raumkosten, Fahrzeugkosten etc.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, groß FK Charakter

Schema der Personengesellschaft die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz (KapCoRiLiG) erstellt werden, i.d.R. ist das die Rechtsform der GmbH & Co. KG.

Bei Bilanzgliederungen mit FK Charter werden die Entnahme- und Einlagekonten des Teilhafters unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, mittel FK Charakter

Schema der Personengesellschaft, die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz erstellt werden. Das Schema dient ausschließlich für Zwecke der Offenlegung.

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG, klein FK Charakter

Schema der Personengesellschaft, die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz erstellt werden. Das Schema dient ausschließlich für Zwecke der Offenlegung.

Anlegen der Gesellschafter

Allgemein

Anhand der folgenden Buchungsbeispiele werden Geschäftsvorfälle für Personengesellschaften behandelt.

Die Buchungsbeispiele werden für die Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04 dargestellt.

Eine KG besteht im folgenden Beispiel aus drei natürlichen Personen:

  • Komplementär (Vollhafter) Gesellschafter A mit einem Festkapital von 10.000,00 EUR

und den zwei Kommanditisten (Teilhaftern)

  • Gesellschafter B mit einem Kommandit-Kapital i.H.v. 20.000,00 EUR
  • Gesellschafter C mit einem Kommandit-Kapital i.H.v. 20.000,00 EUR

Zunächst werden die drei Gesellschafter über den Bereich Mandant | Unternehmen | Gesellschafter angelegt:

Anlegen und Löschen eines neuen Gesellschafters

Innerhalb der Menüleiste kann über das Symbol #3480283: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image5.png wird ein Gesellschafter gelöscht.

Buchen der Gesellschafterkonten

=====Gesellschafter A=====
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9000/ 9000 870.1 / 2000.1 10.000,00
Saldenvorträge Sachkonten Festkapital
=====Gesellschafter B=====
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9000/ 9000 900.2 / 2050.2 20.000,00
Saldenvorträge Sachkonten Kommanditkapital
=====Gesellschafter C=====
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9000/ 9000 900.3 / 2050.3 20.000,00
Saldenvorträge Sachkonten Kommanditkapital
=====Gegenbuchung=====
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 9000/ 9000 50.000,00
Bank Saldenvorträge Sachkonten

Darstellung des Kapitals auf der Passivseite der Bilanz

Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 40.000,00
SUMME PASSIVA 50.000,00

Darstellung des Kapitals auf der Passivseite der Bilanz (Darstellung nach Konten)

Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 10.000,00
2000.1 Festkapital 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 40.000,00
2050.2 Kommandit-Kapital 20.000,00
2050.3 Kommandit-Kapital 20.000,00
Summe Eigenkapital 50.000,00
SUMME PASSIVA 50.000,00

Kapitalkontenentwicklung

Eigenkapital Stand 01.01. Einlagen Entnahmen Ergebnisanteil Kapital Stand 31.12.
Gesellschafter: Gesellschafter A
Festkapital 10.000,00 10.000,00
Gesellschafter: Gesellschafter B
Kommanditkapital 20.000,00 20.000,00
Gesellschafter: Gesellschafter C
Kommanditkapital 20.000,00 20.000,00
Summe 50.000,00 50.000,00

Privatentnahmen und – einlagen

=====Einlagen des Vollhafters===== Es erfolgen Einlagen der Kapitalkonten für den Komplementär (Vollhafter) Gesellschafter A:
Festkapital 5.000,00
Variables Kapital 2.000,00
Gesellschafter Darlehen 3.000,00
=====Gesellschafter A=====
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 870.1/ 2000.1 5.000,00
Bank Festkapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 880.1/ 2010.1 2.000,00
Bank Variables Kapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 890.1/ 2020.1 3.000,00
Bank Gesellschafter - Darlehen
Entnahmen des Vollhafters Es erfolgen Entnahmen der Kapitalkonten für den Komplementär (Vollhafter) Gesellschafter A:
Privatentnahme 1.000,00
Unentgeltliche Wertabgaben 500,00
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1800.1/ 2100.1 1210/ 1810 1.000,00
Privatentnahmen Bank
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1880.1/ 2130.1 1210/ 1810 500,00
unentgeltliche Wertabgaben Bank
Einlagen des Teilhafters Es erfolgen Einlagen der Kapitalkonten für die Kommanditisten (Teilhafter) Gesellschafter B und C:
Kommanditkapital 10.000,00
Gesellschafter Darlehen 7.000,00
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 900.1/ 2050.1 10.000,00
Bank Kommandit - Kapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 900.2/ 2050.2 10.000,00
Bank Kommandit - Kapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 920.1/ 2070.1 7.000,00
Bank Gesellschafter - Darlehen
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 920.2/ 2070.2 7.000,00
Bank Gesellschafter - Darlehen
Entnahmen des Teilhafters Es erfolgen Entnahmen der Kapitalkonten für den Kommanditisten (Teilhafter) Gesellschafter B:
Privatentnahme 2.000,00
Private Steuern (Entnahme) 1.500,00
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1900.1/ 2500.1 1210/ 1810 2.000,00
Privatentnahmen Bank
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1980.1/ 2530.1 1210/ 1810 1.500,00
unentgeltliche Wertabgaben Bank
Einlagen des Teilhafters Es erfolgen Einlagen der Kapitalkonten für den Kommanditisten (Teilhafter) Gesellschafter C:
Private Steuern (Erstattung) 6.000,00
Privateinlagen 1.000,00
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 1910.2/ 2550.2 10.000,00
Bank Private Steuern
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 1990.2/ 2580.2 10.000,00
Bank Privateinlagen

Darstellung des Kapitals auf der Passivseite der Bilanz

Passivseite
31.12. 31.12.
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 15.000,00
2. variables Kapital -1.500,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 60.000,00
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegen persönlich haftende Gesellschafter 3.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 3.000,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten 17.500,00 20.500,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 17.500,00 (0,00)
SUMME PASSIVA 94.000,00

Darstellung des Kapitals auf der Passivseite der Bilanz (Darstellung nach Konten)

Passivseite
31.12.
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 15.000,00
2000.1 Festkapital 15.000,00
2. variables Kapital -1.500,00
2100.1 Privatentnahmen allgemein -1.000,00
2130.1 Unentgeltliche Wertabgabe -500,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 60.000,00
2050.1 Kommandit-Kapital 30.000,00
2050.2 Kommandit-Kapital 30.000,00
Summe Eigenkapital 73.500,00
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegen persönlich haftende Gesellschafter 3.000,00
2020.1 Gesellschafter-Darlehen 3.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 3.000,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten 17.500,00
2070.1 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 7.000,00
2070.2 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 7.000,00
2500.1 Privatentnahmen allgemein -2.000,00
2550.1 Privatsteuern -1.500,00
2550.2 Privatsteuern 6.000,00
2580.2 Privateinlagen 1.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 17.500,00 (0,00)
Summe Verbindlichkeiten 20.500,00
SUMME PASSIVA 94.000,00

Kapitalkontenentwicklung zum 31.12.

Kapitalkontenentwicklung – Teilhafter A

Bezeichnung EUR EUR
Gesellschafter: Friedrich Keppler
Konten Stand 01.01.
2000.1 Festkapital 10.000,00 10.000,00
Einlagen
2000.1 Festkapital 5.000,00
2020.1 Gesellschafter-Darlehen 3.000,00 8.000,00
Entnahmen
2100.1 Privatentnahmen allgemein -1.000,00
2130.1 Unentgeltliche Wertabgabe -500,00 -1.500,00
Kapital Stand 31.12. 13.500,00
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 3.000,00

Kapitalkontenentwicklung – Teilhafter B

Gesellschafter:
Konten Stand 01.01.
2050.1 Kommandit-Kapital 20.000,00 20.000,00
Einlagen
2050.1 Kommandit-Kapital 10.000,00
2070.1 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 7.000,00 17.000,00
Entnahmen
2500.1 Privatentnahmen allgemein -2.000,00
2550.1 Privatsteuern -1.500,00 -3.500,00
Kapital Stand 31.12. 30.000,00
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 3.500,00

Kapitalkontenentwicklung – Teilhafter C

Gesellschafter:
Konten Stand 01.01.
2050.2 Kommandit-Kapital 20.000,00 20.000,00
Einlagen
2050.2 Kommandit-Kapital 10.000,00
2070.2 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 7.000,00
2550.2 Privatsteuern 6.000,00
2580.2 Privateinlagen 1.000,00 24.000,00
Kapital Stand 31.12. 30.000,00
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 14.000,00

==

Kapitalkontenentwicklung – Vollhafter A und Teilhafter B, C

#3480282: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image7.png

Ausweis von negativen Kapitalanteilen

Übersteigt der Verlust den Kapitalanteil, so ist der übersteigende Betrag auf der Aktivseite unter dem Posten Einzahlungsverpflichtung persönlich haftender Gesellschafter bzw. Einzahlungsverpflichtung Kommanditisten auszuweisen. Aufgrund dieser speziellen Position gibt es die Auswertungsart Personengesellschaft n. KapCoRiLiG.

Bei der Ermittlung positiver und negativer Kapitalanteile des Gesellschafters werden das Festkapital, das variable Kapital (Privatentnahmen, -einlagen etc.) der Gesellschafter zusammengerechnet und je nach Saldo auf der Aktiv- oder Passivseite ausgewiesen.

Darstellung

Bei einer Personengesellschaft nach KapCoRiLiG erfolgt der Ausweis des negativen Kapitals somit auf der Aktivseite unter der Bilanzposition „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil persönlich haftender Gesellschafter“, bei allen anderen Personengesellschaften erfolgt der Ausweis unter der Position „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag“.

Darstellung des negativen Kapitals eines Gesellschafters

Fallbeispiel Ein Vollhafter hat ein Festkapital in Höhe von 50.000,00 EUR. Das Variable Kapital hat einen Stand am 01.01. in Höhe von 10.000,00 EUR. Während des Wirtschaftsjahres entnimmt der Gesellschafter Kapital in Höhe von 70.000,00 EUR, so dass sein Kapitalstand am 31.12. auf 10.000,00 EUR im Soll steht.
Festkapital 50.000,00 (H)
Variables Kapital 10.000,00 (H)
Privatentnahme 70.000,00 (S)
Saldo 10.000,00 (S)
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 870.1/ 2000.1 50.000,00
Bank Festkapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 880.1/ 2010.1 10.000,00
Bank Variables Kapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 1810.1/ 2100.1 10.000,00
Bank Privatentnahmen

Da das Kapital durch die Privatentnahmen des Gesellschafters ins negativ gekommen ist und nicht durch einen Verlust, muss noch eine zusätzliche Buchung erfolgen.

Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9883.1 9885.1 -10.000,00
Nicht gedeckte Entnahmen Gesellschafter Verrechnungskonto 9883

Darstellung auf der Aktivseite der Bilanz (KapCoRiLiG Schema)

Aktivseite
31.12.
EUR
A. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen persönlich haftender Gesellschafter 10.000,00
9883.1 Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entn. pers.haft.Ges. 10.000,00
SUMME AKTIVA 10.000,00

Positive und negative Kapitalanteile mehrerer Gesellschafter

Fallbeispiel Positive Kapitalanteile werden nicht mit negativ gewordenen Kapitalanteilen anderer Gesellschafter zusammengefasst. Bei der Ermittlung der positiven und negativen Kapitalanteile werden, wie oben dargestellt, Festkapital, bewegliches Kapital etc. pro Gesellschafter zusammengerechnet und je nach Saldo auf der Passivseite bzw. Aktivseite ausgewiesen. Die positiven und negativen Kapitalanteile mehrerer Gesellschafter werden zusammengefasst ausgewiesen, soweit sie die gleiche Saldoart haben.
Gesellschafter Bsp. Konto
Kapitalanteil persönlich. haft. Gesellschafter A 2000.1 100,00
Kapitalanteil persönlich. haft. Gesellschafter B 2000.2 130,00
Kapitalanteil persönlich. haft. Gesellschafter C 2000.3 70,00
Kapitalanteil persönlich. haft. Gesellschafter D 2000.4 -50,00
Kapitalanteil persönlich. haft. Gesellschafter E 2000.5 -30,00
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 870.1/ 2000.1 100,00
Bank Festkapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 870.2/ 2000.2 130,00
Bank Festkapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1210/ 1810 870.3/ 2000.3 70,00
Bank Festkapital
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1800.4/ 2100.4 1210/ 1810 50,00
Privatentnahmen Bank
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
1800.5/ 2100.5 1210/ 1810 30,00
Privatentnahmen Bank

Darstellung auf der Aktivseite der Bilanz (Darstellung nach Konten)

Aktivseite
31.12.
EUR
A. Umlaufvermögen
I. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220,00
1810 Bank 1 220,00
Summe Umlaufvermögen 220,00
B. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. durch Verluste entstandenes negatives Kapital 80,00
2100.4 Privatentnahmen Gesellschafter D 50,00
2100.5 Privatentnahmen Gesellschafter E 30,00
Summe 80,00
Summe nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag 80,00
SUMME AKTIVA 300,00

Darstellung auf der Passivseite der Bilanz (Darstellung nach Konten)

Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter 300,00
2000.1 Festkapital Gesellschafter A 100,00
2000.2 Festkapital Gesellschafter B 130,00
2000.3 Festkapital Gesellschafter C 70,00
Summe Eigenkapital 300,00
SUMME PASSIVA 300,00

Ergebnisverwendung

Nicht verteilter Jahreserfolg

In der Regel wird der Jahresüberschuss einer Personengesellschaft nicht als eigener Posten auf der Passivseite der Bilanz dargestellt, sondern wird im Rahmen der Ergebnisverteilung auf die Kapitalkonten der einzelnen Gesellschafter verteilt.

Das gilt nicht für Personengesellschaften nach KapCoRiLiG.

Fall Eine Personengesellschaft mit einem Vollhafter und zwei Teilhaftern erzielt mm Ende des Jahres einen Jahresüberschuss i.H.v. 60.000,00 EUR.

Darstellung auf der Passivseite der Bilanz

Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 10.000,00
2. variables Kapital 5.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 10.000,00
III. Nicht verteilter Jahreserfolg 60.000,00
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten 6.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 6.000,00 (0,00)
SUMME PASSIVA 91.000,00

Darstellung in der GuV

| --- | | Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 |

31.12.
EUR
1. Umsatzerlöse 60.000,00
2. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 60.000,00
3. Jahresüberschuss 60.000,00

Nicht verteilter Jahreserfolg

Der noch nicht verteilte Jahresüberschuss in der GuV i.H.v. 60.000,00 EUR wird beim Posten Nicht verteilter Jahreserfolg ausgewiesen. Das gleiche gilt natürlich auch für einen Jahresfehlbetrag, der auf die einzelnen Gesellschafter verteilt werden muss. In diesem Fall wird dann dieser Betrag mit einem negativen Vorzeichen dargestellt.

Buchen des Gewinns

Der Gewinn- bzw. Verlustanteil muss dem jeweiligen Kapitalkonto des Gesellschafters zufließen. Dazu wird jedoch das Kapitalkonto nicht direkt gebucht, sondern die Buchung erfolgt über Statistikkonten.

Die Statistikkonten sind im Bilanzschema wie folgt hinterlegt:

#3480284: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image8.png

Die Verbuchung des Jahresüberschusses erfolgt in der Regel auf die Gesellschafter-Darlehen. Somit würde der Jahresüberschuss auf die 3 Gesellschafter zu je 20.000,00 EUR wie folgt aussehen:

Buchung Vollhafter
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9690.1…/ 9690.1… 9590.1…/ 9520.1… 20.000,00
Restanteil Vollhafter (Gesellschafter A) Gesellschafter Darlehen (Anteil f. Kto. 890.1…/ 2020.1…)
Buchung Teilhafter
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9790.1…/ 9790.1… 9520.1…/ 9570.1… 20.000,00
Restanteil Teilhafter (Gesellschafter B) Gesellschafter Darlehen (Anteil f. Kto. 920.1…/ 2070.1…)
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9791.1…/ 9791.1… 9521.1…/ 9571.1… 20.000,00
Restanteil Teilhafter (Gesellschafter C) Gesellschafter Darlehen (Anteil f. Kto. 921.1…/ 2071.1…)

Darstellung auf der Passivseite der Bilanz

Passivseite
31.12. 31.12.
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 10.000,00
2. variables Kapital 5.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 10.000,00
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegen persönlich haftende Gesellschafter 20.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 20.000,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten 46.000,00 66.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 46.000,00 (0,00)
SUMME PASSIVA 91.000,00

Darstellung auf der Passivseite der Bilanz (Darstellung nach Konten)

Passivseite 31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter
1. Festkapital 10.000,00
2000.1 Festkapital 10.000,00
2. variables Kapital 5.000,00
2010.1 Variables Kapital Fremdkapital Vollhafter 5.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten
1. Haftkapital 10.000,00
2050.1 Kommandit-Kapital 10.000,00
Summe Eigenkapital 25.000,00
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegen persönlich haftende Gesellschafter 20.000,00
9520.1 Anteil für Konto 2020 Vollhafter 20.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 20.000,00 (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegen Kommanditisten 46.000,00
2070.1 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 3.000,00
2070.2 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 3.000,00
9570.1 Anteil für Konto 2070 Teilhafter 20.000,00
9570.2 Anteil für Konto 2071 Teilhafter 20.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 46.000,00 (0,00)
Summe Verbindlichkeiten 66.000,00
SUMME PASSIVA 91.000,00

Kapitalkontenentwicklung – Vollhafter A

Kapitalkontenentwicklung zum 31.12.
Bezeichnung EUR EUR
Gesellschafter: Vollhafter A
Konten Stand 01.01.
Einlagen
2000.1 Festkapital 10.000,00
2010.1 Variables Kapital Fremdkapital Vollhafter 5.000,00 15.000,00
Ergebnisanteil
9520.1 Anteil für Konto 2020 Vollhafter 20.000,00 20.000,00
Kapital Stand 31.12. 15.000,00
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 20.000,00

Kapitalkontenentwicklung – Teilhafter B

Gesellschafter: Teilhafter B
Konten Stand 01.01.
Einlagen
2050.1 Kommandit-Kapital 10.000,00
2070.1 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 3.000,00 13.000,00
Ergebnisanteil
9570.1 Anteil für Konto 2070 Teilhafter 20.000,00 20.000,00
Kapital Stand 31.12. 10.000,00
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 23.000,00

Kapitalkontenentwicklung – Teilhafter C

Gesellschafter: Teilhafter C
Konten Stand 01.01.
Einlagen
2070.2 Gesellschafter-Darlehen Fremdkapital Teilhafter 3.000,00 3.000,00
Ergebnisanteil
9570.2 Anteil für Konto 2070.2 Teilhafter 20.000,00 20.000,00
Kapital Stand 31.12.
Fremdkapital / Forderungen Stand 31.12. 23.000,00

Kapitalkontenentwicklung – Vollhafter A und Teilhafter B, C

#3480288: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image9.png

Vergütung der Gesellschafter innerhalb des Wirtschaftsjahres

Der Gewinn oder Verlust, kann auf zwei Arten einem Gesellschafter zufließen:

  • In Form der Verteilung des Ergebnisses, das am Ende des Wirtschaftsjahres „übrig“ bleibt (Buchung wie im Kapitel 2.5. beschrieben).
  • Als Tätigkeitsvergütung, Tantieme, Darlehensvergütung etc. in der laufenden Buchhaltung. In diesem Fall hat die Vergütung das Ergebnis der GuV bereits gemindert.

Konten für Vergütungen innerhalb eines Wirtschaftsjahres

Die folgenden Konten gelten für SKR 03, 04, 13:

  • 9610 Tätigkeitsvergütung
  • 9620 Tantieme
  • 9630 Darlehensverzinsung
  • 9640 Gebrauchsüberlassung
  • 9650 Sonstige Vergütung

Die Gewinn- und Verlustrechnung einer Personengesellschaft stellt sich wie folgt dar:

GUV EUR
Umsatzerlöse 120.000
Personalaufwand -50.000
Gewinn 70.000
Fallbeispiel Die Personengesellschaft hat zwei Gesellschafter (A und B). Bei dem Personalaufwand handelt es sich um eine Tätigkeitsvergütung des Gesellschafters A. Der Restgewinn i. H. v. 70.000,00 EUR muss jetzt den zwei Gesellschaftern A und B zu je 50% verteilt werden. Insgesamt hat somit der Gesellschafter A einen Gewinn von 35.000 EUR “Restgewinn“ und einen Gewinn aus der Tätigkeitsvergütung i.H.v. 50.000, - EUR. Der Gesamtgewinn des Gesellschafter A beträgt somit 85.000,- EUR. Gesellschafter B erhält einen Restgewinn i.H. von 35.000,- EUR. Soll die Tätigkeitsvergütung zusätzlich in den Auswertungen der Ergebnisverwendung aufgezeigt werden, muss je nach Gesellschafter (Voll- oder Teilhafter) wie folgt gebucht werden:
Tätigkeitsvergütung (Kto. 9610.1… für Vollhafter) (Kto. 9710.1…für Teilhafter) an Name des Gesellschafters (Kto. 9600.1… für Vollhafter) (Kto. 9700.1… für Teilhafter)
Die Buchung gegen das Konto Name des Gesellschafters muss immer dann gemacht werden, wenn die Art der Vergütung bereits das Ergebnis der GuV gemindert hat.
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9610.1/ 9610.1 9600.1/ 9600.1 50.000,00
Tätigkeitsvergütung Name des Gesellschafters
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9690.1/ 9690.1 9500.1/ 9500.1 35.000,00
Restanteil Vollhafter Anteil für Konto 870.1/ 2000.1
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9690.2/ 9690.2 9500.2/ 9500.1… 35.000,00
Restanteil Vollhafter Anteil für Konto 870.1/ 2000.1

#3480289: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image10.png

Personengesellschaft nach KapCoRiLiG

Gliederung des Kapitals bei Personengesellschaften nach KapCoRiLiG

Eigenkapital

Kapitalanteile

Rücklagen

Gewinnvortrag/ Verlustvortrag

Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Für Bilanzen, die nach dem Kapitalgesellschaften- und Co-Richtlinien-Gesetz (KapCoRiLiG) erstellt werden, i.d.R. ist das die Rechtsform der GmbH & Co. KG, ist in den Stammdaten/Firmendaten die Auswertungsart Personengesellschaft n. KapCoRiLiG zu steuern.

#3480290: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image11.png

Unterscheidung bei KapCoRiLiG nach Eigen- und Fremdkapitalcharakter

Entsprechend den vertraglichen Gestaltungen kann das Kapitalkonto II des Teilhafters Eigenkapital- oder Fremdkapitalcharakter haben. Hat das Kapitalkonto II Fremdkapitalcharakter, ist das dazugehörige Standard-Bilanzschema zu hinterlegen, der Haken im Kontrollkästchen Kapitalkto. II mit Fremdkapitalcharakter wird dann automatisch gesetzt.

Der Unterschied der Bilanzgliederungen Personengesellschaft mit Eigenkapital- oder Fremdkapitalcharakter besteht in den Privatentnahme und Privateinlagekonten.

Bei Bilanzgliederungen mit Eigenkapitalcharakter werden die Entnahme- und Einlagekonten im Eigenkapitalbereich ausgewiesen, bei Bilanzgliederungen mit Fremdkapitalcharakter werden diese Konten unter den sonstigen Verbindlichkeiten dargestellt.

#3480294: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image12.png

Darstellung mit Eigenkapitalcharakter (Darstellung nach Konten)

Bilanz zum 31. Dezember 2018
Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter 10.000,00
2000.1 Festkapital 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten 5.050,00
2050.1 Kommandit-Kapital 5.000,00
2500.1 Privatentnahmen allgemein -50,00
2580.1 Privateinlagen 100,00
Summe Eigenkapital 15.050,00
SUMME PASSIVA 15.050,00

==

==

Darstellung mit Fremdkapitalcharakter

Bilanz zum 31. Dezember 2021
Passivseite
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter 10.000,00
2000.1 Festkapital 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten 5.000,00
2050.1 Kommandit-Kapital 5.000,00
Summe Eigenkapital 15.000,00
B. Verbindlichkeiten
1. sonstige Verbindlichkeiten 50,00
2500.1 Privatentnahmen allgemein -50,00
2580.1 Privateinlagen 100,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 50,00 (0,00)
Summe Verbindlichkeiten 50,00
SUMME PASSIVA 15.050,00

Ergebnisverwendung bei KapCoRiLiG – Gesellschaften

Bei Personengesellschaften nach KapCoRiLiG erfolgt die Darstellung in der Bilanz und GuV analog zur Kapitalgesellschaft. In diesem Fall erfolgt eine Gewinn- bzw. Verlust-Verwendung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn.

Darstellung der Passivseite vor der Ergebnisverwendung

Bilanz zum 31. Dezember 2021
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten 5.050,00
III. Jahresüberschuss 60.000,00
SUMME PASSIVA 75.050,00

Darstellung der GuV vor der Ergebnisverwendung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
31.12.
EUR
1. Umsatzerlöse 110.000,00
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -30.000,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.000,00
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 65.000,00
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.000,00
6. Jahresüberschuss 60.000,00
Buchungen der Ergebnisverwendung Die Buchungen der Ergebnisverwendung einer Personengesellschaft nach KapCoRiLiG sind identisch mit denen der anderen Personengesellschaften. In der Regel wird die Gewinnverwendung gegen das Gesellschafterdarlehen gebucht. Bei anderweitiger Verwendung sind die statistischen Kapitalkonten 9500.1… bis 9590.1… entsprechend zu verwenden.
Buchung Vollhafter
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9690.1/ 9690.1 9590.1/ 9520.1 20.000,00
Restanteil Vollhafter (Gesellschafter A) Gesellschafter Darl. (Anteil für Kto. 890.1/ 2020.1)
Buchung Teilhafter
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9790.2/ 9790.2 9520.2/ 9570.2 20.000,00
Restanteil Vollhafter (Gesellschafter B) Gesellschafter Darl. (Anteil für Kto. 920/ 2070)
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9790.3 9790.3 9520.3/ 9570.3 20.000,00
Restanteil Vollhafter (Gesellschafter C) Gesellschafter Darl. (Anteil für Kto. 921/ 2071)

Der Jahresüberschuss i.H.v. 60.000,00 EUR wird auf die Gesellschafterdarlehenskonten (Posten sonstige Verbindlichkeiten) verteilt.

Darstellung der Passivseite nach der Ergebnisverwendung

Bilanz zum 31. Dezember 2018
31.12.
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil persönlich haftender Gesellschafter 10.000,00
II. Kapitalanteil Kommanditisten 5.050,00
B. Verbindlichkeiten
1. sonstige Verbindlichkeiten 60.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 60.000,00 (0,00)
SUMME PASSIVA 75.050,00

Analog zur Gewinnverwendung einer Kapitalgesellschaft erfolgt in der GuV erfolgt eine Gewinnverwendung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn.

Darstellung der GuV nach der Ergebnisverwendung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018
31.12.
EUR
1. Umsatzerlöse 110.000,00
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -30.000,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.000,00
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 65.000,00
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.000,00
6. Jahresüberschuss 60.000,00
7. Einstellung in Gesellschafterkonten -60.000,00
8. Bilanzgewinn 0,00

Steueraufwand bei KapCoRiLiG Gesellschaften

Bei Personenhandelsgesellschaften wird nicht der Gewinn, sondern der Gewinnanteil des einzelnen Gesellschafters versteuert. Daher sind Steuerschuldner nicht die Gesellschaft, sondern die einzelnen Gesellschafter. Aus diesem Grund werden gem. § 264 c (3) HGB die persönlichen Einkommensteuern der Gesellschafter nicht unter dem Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag in der GuV einer GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Um die Vergleichbarkeit der GuV einer Kapitalgesellschaft mit der einer KapCoRiLiG - Gesellschaft beim Posten „Jahresergebnis“ zu ermöglichen, können GmbH & Co. KGs nach dem Posten „Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag“ einen dem Steuersatz der Komplementärgesellschaft entsprechender Steueraufwand der Gesellschafter absetzen.

Um den Steueraufwand in der GuV nachrichtlich darzustellen, wird in allen Kontenrahmen wie folgt gebucht:

Buchung
Bu-SL Datum Kontonummer Gegenkonto Betrag St-SL
9887.1/ 9887.1 9889.1/ 9889.1 20.000,00
Steueraufwand der Gesellschafter Gegenkonto zu 9887

Darstellung der GuV

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
31.12.
EUR
1. Umsatzerlöse 255.000,00
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.000,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -35.000,00
4. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 207.000,00
6. Jahresüberschuss 207.000,00
Steueraufwand an Gesellschafter: -20.000,00 (0,00)

Kapitalkonten für Personengesellschaften (Vier-Konten Modell)

Gesellschafterkonten, die im Eigenkapital ausgewiesen werden:

Kapitalkonto I: Festkapital/Kommandit-Kapital

Bilanz- position Kontenrahmen SKR 03 Konto Kontenrahmen SKR 04 Konto Kontenrahmen SKR 13 Konto
1. Festkapital (Vollhafter) 870.1 bis 870.9 9570.1 bis 9570.9 2000.1 bis 2000.9 9500.1 bis 9500.9 6000.1 bis 6000.9 9500.1 bis 9500.9 Festkapitalkonto Anteilskonto Festkapital
1. Kommandit- kapital (Teilhafter) 900.1 bis 900.9 9500.1 bis 9500.9 2050.1 bis 2050.9 9550.1 bis 9550.9 6050.1 bis 6050.9 9530.1 bis 9530.9 Kommanditkapital Kto. Anteilskonto Kommanditkapital

Dieses Konto ist für feste Kapitalbeträge vorgesehen, die die Gesellschafter in die Gesellschaft einlegen.

Kapitalkonto II: Variables Kapitalkonto / Verlustausgleichskonto

Bilanz- position Kontenrahmen SKR 03 Konto Kontenrahmen SKR 04 Konto Kontenrahmen SKR 13 Konto
2. Variables Kapital (Vollhafter) 880.1 bis 880.9 1800.1 bis 1800.9 9580.1 bis 9580.9 2010.1 bis 2010.9 2100.1 bis 2109.9 9510.1 bis 9510.9 6010.1 bis 6010.9 6100.1 bis 6390.9 9510.1 bis 9510.9 Variables Kapitalkonto Privatentn. / einlagen Anteilskonto

Dieses Konto ist für nicht entnahmefähige Gewinne und für die Verrechnung von Verlusten vorgesehen. Bei Vollhaftern werden die Privatkonten über das Kapitalkonto II abgeschlossen.

*Diese Konten können nur gebucht werden, wenn in den Stammdaten / Firmendaten / Kapitalkontenentwicklung Optionen… die Einstellung Unterkonten / erweiterte Kapitalkonten verwenden (Unterkonten gesellschafterübergreifend) hinterlegt wurde.

Kapitalkonto III: Ein weiteres verfügbares Kapitalkonto innerhalb des Eigenkapitals

Dieses Konto kann auch genutzt werden, wenn Privatentnahmen und -einlagen des Teilhafters im Eigenkapital abgewickelt werden sollen. Das Konto kann entsprechend beschriftet werden. Die Kontenbeschriftung wird in die Auswertung Kapitalkontenentwicklung übernommen.

Bilanz- position Kontenrahmen SKR 03 Konto Kontenrahmen SKR 04 Konto Kontenrahmen SKR 13 Konto
3. Kapitalkonto III (Vollhafter) 9810.1 bis 9810.9 9550.1 bis 9550.9 9810.1 bis 9810.9 9530.1 bis 9530.9 9810.1 bis 9810.9 9530.1 bis 9530.9 Kapitalkonto III Anteilskonto Kapitalkonto III
3. Kapitalkonto III (Teilhafter) 9840.1 bis 9840.9 9780.1 bis 9780.9 9840.1 bis 9840.9 9780.1 bis 9780.9 9840.1 bis 9840.9 9780.1 bis 9780.9 Kapitalkonto III Anteilskonto Kapitalkonto III

Gesellschafterkonten, die unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen werden:

Kapitalkonto IV: Gesellschafterdarlehen

Bilanz- position Kontenrahmen SKR 03 Konto Kontenrahmen SKR 04 Konto Kontenrahmen SKR 13 Konto
4. Gesell-schafter Darlehen (Vollhafter) 980.1 bis 980.9 9590.1 bis 9590.9 2020.1 bis 2020.9 9520.1 bis 9529.9 2020.1 bis 2020.9 9520.1 bis 9529.9 Darlehen Fremdkapital Anteilskonto Fremdkapital
4. Gesell-schafter Darlehen (Teilhafter) 920.1 bis 920.9 9520.1 bis 9520.9 2070.1 bis 2070.9 9570.1 bis 9570.9 6070.1 bis 6070.9 9570.1 bis 9570.9 Darlehen Fremdkapital Anteilskonto Fremdkapital

Auf diesem Konto werden schuldrechtliche Ansprüche und Gewinnentnahmeansprüche gebucht. Die Privatkonten des Teilhafters werden über das Kapitalkonto IV im Fremdkapital abgeschlossen.

Vier-Kontenmodell

Allgemeines

Bei Personengesellschaften nach KapCoRiLiG sieht der Kontenrahmen beim Kommanditisten im Eigenkapital nur drei Sachkonten mit den dazugehörigen Anteilskonten vor. Möchte man das Eigenkapital in Form des Vier-Kontenmodells darstellen, benötigt man ein weiteres Konto. In diesem Fall steht nur das Konto Gesellschafter Darlehen mit dem dazugehörigen Anteilskonto zur Verfügung. Dieses Konto hat aber Fremdkapitalcharakter und wird in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei negativem Kapital eines Gesellschafters würde dieses dazu führen, dass die Konten des jeweiligen Gesellschafters nicht unter der Position „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten“ ausgewiesen werden.

Bei einer Darstellung des 4-Kontenmodells muss somit das Konto Gesellschafter Darlehen in das Eigenkapital gesteuert werden.

Damit das Konto korrekt dargestellt wird, müssen somit die Bilanzgliederung und die Kapitalkontenentwicklung umgesteuert werden.

Vorgehensweise für die Änderung innerhalb der Bilanzgliederung

Die Bilanzgliederung über den Menüpunkt Stammdaten / Kontenrahmen / Bilanz- /EÜR-Gliederung auf eine andere Nummer kopieren.

Die folgenden Sachkonten mit den dazugehörigen Anteilskonten unter der Position 2500 sonstige Verbindlichkeiten und unter der Position 2531 - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr löschen. Die Konten der Position 2500 sonstige Verbindlichkeiten unter die Position 2020 Kapitalanteil Kommanditisten einsteuern.

Die Steuerung der Konten ist mit der Werteart Saldo zu hinterlegen.

#3480295: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image13.png

Der neue Kapitalbereich für das Vier-Kontenmodell sieht wie folgt aus:

#3480296: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image14.png

Vorgehensweise für die Änderung in der Kapitalkontenentwicklung

Die Kapitalkontenentwicklung über den Menüpunkt Stammdaten / Kontenrahmen / Bilanz- /EÜR-Gliederung auf eine andere Nummer kopieren.

In der Kapitalkontenentwicklung unter der Registerkarte Entwicklung Teilhafter die folgenden Sachkonten und dazugehörigen Anteilskonten unter Verrechnungskonto mit Fremdkapitalcharakter von Position 4000 bis 4030 löschen. Diese Konten unter die Position Kapitalkonto III von Position 3190 bis 3230 einsteuern.

Es ist darauf zu achten, dass die Konten mit der richtigen Werteart gesteuert werden.

#3480301: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image15.png
Die neue Kapitalkontenentwicklung für das Vier-Kontenmodell sieht wie folgt aus:

#3480300: Jahresabschluss buchungsregeln zum jahresabschluss image16.png

Elektronische Übermittlung der Kapitalkontenentwicklung im Rahmen der E-Bilanz

Allgemein

Die elektronische Übermittlung der Kapitalkontenentwicklung im Rahmen der E-Bilanz stellt neue Anforderungen an die Struktur der Kapitalkontenentwicklung auf Grund der E-Bilanz-Taxonomie.

Unter Anderem ist es für die Übermittlung der Kapitalkontenentwicklung innerhalb der E-Bilanz erforderlich, die Eigenkapitalpositionen Rücklagen, Jahresergebnis, Ergebnisvortrag auf die Gesellschafter zu verteilen.

Neue Zeilen innerhalb der Kapitalkontenentwicklung

Dazu wurden neue Zeilen innerhalb der Kapitalkontenentwicklung eingefügt:

  • Rücklagen
  • Gewinnvortrag / Verlustvortag
  • Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag
  • Bilanzgewinn / Bilanzverlust

Diese sind u.a. zu verwenden, wenn der Jahresabschluss vor oder nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt wird.

Buchungsbeispiele

Die folgenden Buchungsbeispiele sollen exemplarisch für die neuen Buchregeln stehen.

Vollständige Verwendung des Jahresüberschuss / -fehlbetrags Jahresüberschuss / -fehlbetrag bzw. Bilanzgewinn / -verlust = 0,00

Fall Die Personengesellschaft hat am Ende des Jahres einen Jahresüberschuss / -fehlbetrags. Im Kapitalbereich der Bilanz steht ein nicht verteilter Jahreserfolg. Diese Position wird aufgelöst über das jeweilige Anteilskonto:
Restanteil Vollhafter / Teilhafter Anteilskonto
Buchungsbeispiel: 9690.1 / 9790.1 an 9500.1, 9510.1, 9520.1 … 9550.1, 9560.1, 9570.1 …
Fall Der Jahresüberschuss / -fehlbetrag ist damit verteilt. Für die Kapitalkontenentwicklung der E-Bilanz sind keine weiteren Buchungen erforderlich => Ein Wechsel der Option in den Stammdaten ist nicht erforderlich, die bisherige Buchungslogik kann beibehalten werden.
GmbH & Co. KG Die GmbH & Co. KG hat am Ende des Jahres einen Jahresüberschuss / -fehlbetrags. Im Kapitalbereich der Bilanz und in der GuV steht ein Jahresüberschuss /-fehlbetrags, dieser wird vollständig auf die Gesellschafter verteilt.
Restanteil Vollhafter / Teilhafter Anteilskonto
Buchungsbeispiel: 9690.1… / 9790.1… an 9500.1, 9510.1, 9520.1 … 9550.1, 9560.1, 9570.1 …
Der Jahresüberschuss ist verteilt. In der GuV wird die Ergebnisverwendung dargestellt. (Vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn). Für die Kapitalkontenentwicklung der E-Bilanz sind keine weiteren Buchungen erforderlich => Ein Wechsel der Option in den Stammdaten ist nicht erforderlich, die bisherige Buchungslogik kann beibehalten werden.

Keine bzw. teilweise Verwendung des Jahresüberschuss / -fehlbetrags Es steht ein Jahresüberschuss/ -fehlbetrag bzw. Bilanzgewinn/-verlust innerhalb des Kapitalbereichs der Bilanz

Personengesellschaft bzw. GmbH & Co.KG Wird der Jahresüberschuss/-fehlbetrag bzw. Bilanzgewinn/ -verlust nicht bzw. nur teilweise verwendet, muss dieser für Zwecke der Kapitalkontenentwicklung innerhalb der E-Bilanz auf die Gesellschafter verteilt werden:
Buchungsbeispiel: Verteilung Jahresüberschuss 9808.1…/ 9808.1…/ 9908.1… Gegenkonto für zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust An 9806.1…/ 9806.1…/ 9906.1… Zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust – je Gesellschafter
Buchungsbeispiel: Verteilung Jahresfehlbetrag 9806.1…/ 9806.1…/ 9906.1… Zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust – je Gesellschafter an 9808.1…/ 9808.1…/ 9908.1… Gegenkonto für zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust
Buchungsbeispiel: Verteilung Bilanzgewinn 9809.1…/ 9809.1…/ 9909.1… Gegenkonto für zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust an 9807.1…/ 9807.1…/ 9907.1… Zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust – je Gesellschafter
Buchungsbeispiel: Verteilung Bilanzverlust 9807.1…/ 9807.1…/ 9907.1… Zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust – je Gesellschafter an 9809.1…/ 9809.1…/ 9909.1… Gegenkonto für zuzurechnender Anteil am Bilanzgewinn/ Bilanzverlust
Ein Wechsel der Option in den Stammdaten ist erforderlich, in diesen Fällen muss auf die Buchungslogik 3 gewechselt werden.

Einstellung von Rücklagen bei einer GmbH & Co.KG

Für die Einstellung in Rücklagen bei einer GmbH & Co. KG ist immer die Buchungslogik 3 erforderlich
Buchungsbeispiel: Einstellung in die Rücklagen 2481.1…/ 7781.1…/ 9232.1… Einstellungen in gesamthänderisch gebundene Rücklagen (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung) an 989.1…/ 2959.1…/ 986.1… Gesamthänderisch gebundene Rücklagen (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung)
Vorhandene Rücklagen aus dem Vorjahr Der EB-Wert der Rücklage muss zwingend auf die Gesellschafter verteilt werden. Die Bisherige Eröffnungsbilanz Buchung muss storniert werden, stattdessen muss wie folgt gebucht werden:
9000.1… an 989.1…/ 2959.1…/ 986.1…

Gewinnvortrag / Verlustvortrag bei einer GmbH & Co.KG

Für den Gewinnvortrag / Verlustvortrag bei einer GmbH & Co.KG ist immer die Buchungslogik 3 erforderlich. Der EB-Wert des Gewinnvortrags / Verlustvortrags muss zwingend auf die Gesellschafter verteilt werden. Die Bisherige Eröffnungsbilanz Buchung muss storniert werden, stattdessen muss wie folgt gebucht werden:
Buchungsbeispiel: Gewinnvortrag vor Verwendung Verlustvortrag vor Verwendung 9000.1… 867.1…/2977.1…/ 887.1… an an 865.1…/ 2975.1…/ 885.1… Gewinnvortrag vor Verwendung (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung) 9000.1… Verlustvortrag vor Verwendung (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung)
Buchungsbeispiel: Gewinnvortrag nach Verwendung Verlustvortrag nach Verwendung 9000.1… 2867.1…/ 7725.1… / 9103.1… an an 2865.1…/ 7725.1…/ 9101.1… Gewinnvortrag nach Verwendung (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung) 9000.1… Verlustvortrag nach Verwendung (mit Aufteilung für Kapitalkontenentwicklung)

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