Betriebssystemumfeld
Betriebssystemumfeld
Allgemeines
Die Installation und Nutzung unserer Anwendungen setzen u.a. voraus, dass das Betriebssystem und ggf. ein bestimmtes Service Pack installiert ist.
Die zurzeit unterstützten Betriebssysteme und benötigten Service Packs finden Sie im Dokument Systemvoraussetzungen.pdf des aktuellen Auslieferungsmediums.
Um eine einwandfreie Funktion des Betriebssystems zu gewährleisten, dürfen nur Komponenten verwendet werden, welche von Seiten Microsoft explizit für den Einsatz mit Windows Server-Systemen freigegeben worden sind. Eine aktuelle Liste der zertifizierten Hardwarekomponenten kann im Internet angesehen werden:
https://partner.microsoft.com/en-us/dashboard/hardware/search/cpl oder
http://www.windowsservercatalog.com Wir empfehlen, die aktuellen Service Packs zu installieren. Durch die Eingabe von WINVER unter (z.B.) Start / Ausführen kann angezeigt werden, welche Version (inkl. Service Pack / Build-Stand) derzeit verwendet wird.
Computernamen
An dieser Stelle weisen wir zudem darauf hin, dass Computernamen mit Sonderzeichen (z.B. Umlaute) nicht zulässig sind. Folgende Zeichen werden unterstützt:
- alphanumerisch A-z 0-9
- Bindestrich
Der Computername darf maximal 15 Zeichen lang sein.
| Unterstriche im Computernamen sind für DNS-Hostnamen nicht zulässig. Obwohl sie bei NetBIOS-Namen erlaubt sind, verstoßen sie gegen die relevanten Internet-Standards (RFC 952 und RFC 1123) und können in bestimmten Anwendungen, z.B. der ADDISON Wiki-Hilfe, nicht verwendet werden. |
Länder-, Sprach- und Regionseinstellungen
Beim Einsatz der deutschen Versionen der Arbeitsplatz-Betriebssysteme wird generell empfohlen, die Standardeinstellungen des Betriebssystems nicht zu verändern. Dies gilt insbesondere für die Einstellungen zum virtuellen Speicher und für die standardmäßig installierten Schriftarten.
In den Dialogen Ländereinstellungen bzw. Regions- und Sprachoptionen der Systemsteuerung sind zwingend die folgenden Einstellungen vorzunehmen:
Das kurze Datumsformat muss auf TT.MM.JJJJ eingestellt werden und das lange Datumsformat auf TTTT, T. MMMM JJJJ.
Die Regions- und Spracheinstellungen können über den Befehl control.exe international über Start | Ausführen aufgerufen werden. Die Änderungen zum Format werden über die Schaltfläche Weitere Einstellungen aufgerufen.
Das Dezimaltrennzeichen auf dem Register ZAHLEN muss auf Komma (,) eingestellt werden.
Die Einstellungen sind nachfolgend beispielhaft auf einem Windows 7 Professional System dargestellt:
Das Gebietsschema muss auf Deutsch (Deutschland) eingestellt sein und es darf nicht die Beta-Einstellung bzgl. UTF-8 aktiviert werden.
Umgebungsvariablen
Für die korrekte Funktion der ADDISON Softwarelösungen muss die Umgebungsvariable TEMP gesetzt sein. Dies kann mittels des SET-Befehls an der Eingabeaufforderung überprüft werden. Die Umgebungsvariable TEMP muss auf ein gültiges, lokales Verzeichnis zeigen.
Benutzerkontensteuerung
Für die Installation unserer Softwarelösungen kann die sogenannte Benutzerkontensteuerung aktiviert sein.
Die Stufe der Benutzerkontensteuerung sollte vom Microsoft Standard nicht abweichen.
Registry
Die Setup-Programme und Anwendungen verwenden zahlreiche Windows-Funktionen, die selbst intern auf die Registry zugreifen. Welche Schlüssel hiervon im Einzelnen betroffen sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Die hier dokumentierten Schlüssel sind nur diejenigen, die aus unserer Software direkt angesprochen werden.
Bereiche, in denen solche verborgenen Zugriffe auf die Registry erfolgen können, sind:
- Abfragen von Systeminformationen
- Installation von TrueType-Fonts
- Installation von ODBC-Treibern und -Datenquellen
- Registrieren von ActiveX-Komponenten und .NET Assemblies
- Installation von Fremdprodukten
- Hinterlegung von system- und produktspezifischen Informationen und Einstellungen.
Benötigte Zugriffsrechte für das Setup
Die Setup-Programme greifen sowohl lesend als auch schreibend auf die drei Bereiche HKEY_CURRENT_USER, HKEY_LOCAL_MACHINE und HKEY_CLASSES_ROOT zu.
Der Workstation-Setup dient außerdem als Bootstrap-Loader für zahlreiche Fremdsetups von Microsoft, Adobe und anderen Drittanbietern. Während das Setup selbst die betreffenden Schlüssel dieser Produkte nur ausliest, werden sie von den Installationsprogrammen der Drittanbieter natürlich auch geschrieben.
Benötigte Zugriffsrechte für die ADDISON Softwarelösungen
Die eigentlichen Anwendungen greifen über Windows-Funktionen nur lesend auf die Bereiche HKEY_LOCAL_MACHINE und HKEY_CLASSES_ROOT zu. Dabei werden die vom Setup erzeugten Einträge ausgelesen (siehe Master-Setup und Erweiterungsskripts und Workstation-Setup). Schreibzugriffe erfolgen ausschließlich unter HKEY_CURRENT_USER.
Bei Einrichtung des Betriebssystems werden die notwendigen Einstellungen bereits konfiguriert, sodass hier in der Regel nichts verändert werden muss.
Hinweise zur Nutzung der ADDISON AKTEnlösung:
Damit bestimmte Druckeinstellungen u.U. gespeichert bleiben, ist es ggf. erforderlich auf den Registrierungsschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE Schreib- und Leserechte für jeden User uneingeschränkt zu gewähren.
Energieoptionen
Die aktuellen PCs sowie Laptops und Notebooks verfügen fast alle über ein sogenanntes Power Management (ACPI, APM) zur Senkung des Stromverbrauchs. Dies darf nicht mit dem Bildschirmschoner verwechselt werden. Wenn der PC über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird (z.B. 30 Minuten, dies hängt von der Einstellung ab), werden nicht benötigte Komponenten des PCs - u.a. Bildschirm, Festplatte - quasi abgeschaltet und der PC nur noch minimal mit Strom versorgt. Dabei wird der „PC-Kern” – also CPU und Hauptspeicher – noch am „Leben” erhalten, sprich weiterhin mit Strom versorgt.
Im Netzbetrieb kann diese Funktion dazu führen, dass die physische Verbindung zwischen zwei Computern (z.B. Server und Arbeitsstation) unterbrochen wird. Dies ist für die ADDISON Softwarelösungen (eigentlich für alle Client-/Server-Netzwerkanwendungen) insofern fatal, als das die Verbindung zum Datenbankserver abbricht. Betriebssysteme können zwar die Verbindung zum Server wiederaufbauen, wenn die Arbeit am PC fortgesetzt wird, die Applikationen zum Teil aber nicht. Daher muss die Konfiguration des PCs so abgeändert werden, dass der Stand-by-Modus ausgeschaltet wird.
Um ein Aktivieren des Stand-by-Modus im laufenden Betrieb zu verhindern, muss diese Funktion mit Hilfe der Systemsteuerung deaktiviert werden.
Die Windows-Energiesparoptionen können z.B. über den Befehl Start / Ausführen / powercfg.cpl aufgerufen werden.
Energieoptionen: Schnellstart deaktivieren
Die Energieeinstellungen haben u.U. auch Einfluss auf das Startverhalten von Windows Diensten und müssen in einigen Systemumgebungen angepasst werden, damit zum Beispiel der ADDISON Installer Server Dienst nach dem Systemstart korrekt ausgeführt wird. Dies könnte mit der sogenannten Schnellstart-Funktion von Windows 10 im Zusammenhang stehen. Um diese zu deaktivieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Systemsteuerung z.B. über die Windows-Suche
- Klicken Sie auf System und Sicherheit und auf Energieoptionen
- Klicken Sie auf Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll und danach auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar
- Entfernen Sie das Häkchen bei Schnellstart aktivieren (empfohlen) und übernehmen die Anpassung mit Änderungen speichern
- File:Allgemein systemeinstellungen image12.JPG
Fax-Unterstützung
| Diese Einstellung ist nur für die ADDISON Software relevant. |
Die Fax-Unterstützung aus der Finanzbuchhaltung heraus erfordert, dass sogenannte Windows-Faxdienste aktiviert worden sind.
Skalierungsmöglichkeit der ADDISON-Anwendungen
Der Abschnitt betrifft ausschließlich die sogenannten ADDISON-Anwendungen (ADDISON Software).
In den ADDISON-Anwendungen sind Maßnahmen getroffen worden, um die Darstellung der Anwendungen auf Bildschirmen mit hohen Auflösungen zu verbessern. Die Option der Nutzung einer Skalierungsstufe von bis zu 200% ist möglich. Benutzerdefinierte Skalierungsgrößen abweichend der vom Betriebssystem vorgegebenen Standardschritten 100, 125, 150, 175 bzw. 200 werden nicht unterstützt.
Voraussetzungen
Für die Aktivierung der Skalierung muss zum einem das Betriebssystem in der Lage sein, dieses Feature bereit zu stellen, ebenso wie der Bildschirm.
Bezogen auf die Desktop-Betriebssysteme gilt folgendes:
- Windows 10/11: dieses Feature ist grundsätzlich Bestandteil des Systems.
Bezogen auf die Server-Betriebssysteme gilt folgendes:
- Windows Server 2016, 2019, 2022 und 2025: die lokalen Einstellungen vom Desktop werden in die Sitzung übernommen. Innerhalb der Sitzung selbst sind die Einstellungen ausgegraut.
Je nach Bildschirmauflösung können z.B. folgende Skalierungsstufe eingestellt werden:
- 125%: Bei einer Bildschirmauflösung von mind. 1620x1050
- 150%: Bei einer Bildschirmauflösung von mind. 1920x1080.
Aktivierung
Die gewünschte Skalierungsstufe wird nicht innerhalb der Anwendungen gesetzt, sondern auf Windowsebene: Einstellungen / System / Bildschirm.
Nachfolgend ein Beispiel auf Basis Windows 10:
Verwendung mehrerer Monitore
| Bei Verwendung mehrerer Monitore ist darauf zu achten, dass sowohl Auflösung als auch Skalierung der Monitore vollkommen identisch sind. Anderenfalls kann es zu Problemen bei der korrekten Darstellung in der Anwendung kommen. |
Installationsrichtlinien Windows Server und Windows-Terminalserver
Windows-Server
Idealerweise sollte für Betriebssystem, Auslagerungsdatei sowie Anwendungsprogramme je eine separate (physische) Festplatte vorgesehen werden, falls kein RAID-System zum Einsatz kommt. Eines der wichtigsten Features im Netzwerkbereich ist der hierarchische Verzeichnisdienst Active Directory.
Active Directory-Domänendienste
Generell kann eine Active Directory-Umgebung in Verbindung mit unseren Softwarelösungen eingesetzt werden.
Diese ermöglicht eine einfache Skalierbarkeit, Konfigurationsmöglichkeit und Erweiterbarkeit, angelehnt an die derzeitig vorhandene Unternehmensstruktur.
Weiterhin kann es, gerade im Hinblick auf neuere Betriebssystemgenerationen, zu eingeschränkten Konfigurationsmöglichkeiten von Betriebssystemen und deren angebotenen Diensten (z.B. Terminalserverdienst) ohne eingesetztes Active Directory kommen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es uns auf Grund unterschiedlicher Unternehmensstrukturen und Unternehmensrichtlinien nicht möglich ist, eine Konfigurationsempfehlung zu geben. Generell richten wir uns jedoch nach den Empfehlungen von Microsoft.
| Es sollte für den Betrieb eines Active Directory ein separater Server als Domänencontroller genutzt werden. Der parallele Betrieb mit unseren Softwarelösungen sowie deren benötigter Zusatzsoftware (z.B. SQL Server) wird nicht empfohlen. |
Da ab Windows Server 2003 auf der Partition, auf der sich die Active Directory Datenbank befindet, betriebssystemseitig der Schreibcache gänzlich abschaltet wird, muss vor der Installation von Active Directory eine separate Partition für diese Datenbank angelegt werden. Wird dies nicht beachtet und die Active Directory Datenbank auf die Betriebssystem- oder gar Anwendungspartition abgelegt, kann es zur Leistungseinbußen von bis zu 40% der gesamten Serverleistung kommen.
Windows-Terminalserver
Seamless-Modus bei MetaFrame
Eine Besonderheit von MetaFrame ist die Möglichkeit, auf dem Terminalserver installierte Anwendungen in den lokalen Desktop der Arbeitsstation als sogenanntes Seamless Window einzublenden. Nach Aktualisierungen der ADDISON Software-Anwendungen kann es jedoch dazu kommen, dass die Anwendungen beim ersten Start nach der Aktualisierung trotzdem im Vollbildmodus startet und ggf. eine Meldung „/idlist,:0:xxxx,C:\Dokumente“ anzeigt. Grund dafür ist der Workstation-Setup, der die Programmgruppe ADDISON aktualisieren muss. Um dies zu verhindern, müssen die Benutzerrechte für die Windows-Programmgruppen angepasst werden, und zwar wie folgt:
Der Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Startmenü\Programme sollte folgende Rechte zugewiesen bekommen:
- Administratoren Vollzugriff
- SYSTEM Vollzugriff
- Benutzer keinerlei Rechte (die Zuordnung wird automatisch entfernt!)
Alle anderen Rechtezuordnungen, auch die vererbten, sind zu entfernen.
Einheitliche Druckerzuordnungen auf einem Windows Terminalserver
In einer Terminalserverumgebung werden standardmäßig alle Drucker des Arbeitsplatzes in die aktuelle Terminalsitzung eingebunden, wenn dies nicht explizit abgeschaltet wurde. Neben dem Vorteil, dass die lokale Druckerzuordnung 1:1 übernommen wird, hat diese Art der Druckerzuordnung aber einen entscheidenden Nachteil bei der festen Listenzuordnung in den ADDISON-Anwendungen. Die Drucker der Arbeitsstation werden nämlich vom Terminalserver mit einem automatischen Druckernamen im Format Druckername/Arbeitsstation/-Sitzungsnummer versehen, beispielsweise HPLaserJet/PC_Name/Sitzung 7 o.ä.
Wenn nun anhand dieses Namens eine Zuordnung vorgenommen wird, funktioniert diese höchstwahrscheinlich nach dem nächsten Anmeldevorgang nicht mehr, da sich die Sitzungsnummer bei jeder Anmeldung ändert.
Als Abhilfe müssen Sie die automatische Druckerzuordnung in der Terminaldienste-Konfiguration abschalten. Bitte beachten Sie, dass unter Folgende Optionen deaktivieren der Haken bei Windows-Druckerzuordnung gesetzt sein muss, um die Zuordnung aufzuheben.
Da Ihnen nun die Netzwerkdrucker nicht mehr in den Sitzungen zur Verfügung stehen, müssen Sie diese zunächst am Server als lokale Drucker installieren, deren Anschlüsse dann den entsprechenden IP-Adressen des jeweiligen PrintPorts zugeordnet werden.
Führen Sie diesen Schritt bitte als Benutzer Administrator direkt an der Konsole durch.
Wenn der Server nicht in eine Active Directory Domäne eingebunden ist, sondern einer Arbeitsgruppe zugewiesen ist, sollten alle Benutzer des Servers automatisch die oben angelegten Drucker sehen und benutzen können. In einer Domäne müssen alle Benutzer, die diese Drucker nutzen wollen, sich diese zuerst zuweisen, was mitunter etwas umständlich in der Handhabung ist, besonders bei größeren Benutzerzahlen.
Generell gibt es die Möglichkeit, diese Druckerzuordnung zu automatisieren.
Mit dem Befehl PRNMNGR.VBS kann die Druckerzuordnung dann zentral und damit für alle Benutzer identisch in einem Login-Script abgelegt werden.
Beispiel:
cscript c:\windows\system32\prnmngr.vbs -ac -p
„\Server\Drucker1“
cscript c:\windows\system32\prnmngr.vbs -ac -p „\Server\Drucker2“
cscript c:\windows\system32\prnmngr.vbs -ac -p
„\Server\Drucker3“
Weitere Informationen zu dem Befehl PRNMNGR.VBS sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Druckersteuerung auf Befehlszeilenebene bzw. in Scripten finden Sie unter https://technet.microsoft.com/en-us/library/bb490974.aspx.