Liquidität
Liquidität
Programmzweck
Der Menüpunkt Liquidität fasst die langfristige Liquiditätsvorschau und das kurzfristige Cash Management zusammen.
Die Liquiditätsvorschau basiert auf dem letzten abgerechneten Monat und bietet eine monatliche Vorschau von bis zu 60 Monaten. Das kurzfristige Cash Management ist tagaktuell und bietet eine wöchentliche Planung von maximal 12 Wochen.
Bei Anbindung an AKTE sind Funktionen mit OP-Fälligkeiten nicht möglich.
Liquiditätsvorschau - Symbolleisten und Einstellmöglichkeiten
Enthalten in Entry-/Standard-/Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Liquidität / Liquiditätsvorschau. Die Symbole in der Symbolleiste haben folgende Funktionen:
| Aktuelle Ansicht drucken | |
| Direkte Übergabe nach Excel mit Formatierungen | |
| Aktuelle Ansicht aktualisieren | |
| Auswahl Original- bzw. Alternativplan | |
| Konfiguration bearbeiten | |
| Data Warehouse Kennzahlen: Anzeige und Bearbeitung von zugrunde liegenden Data Warehouse Kennzahlen | |
| Anzeige der Nummernspalte | |
| Auswahl der Wertart: Diese Auswahl definiert, ob die Liquiditätsvorschau im aktuellen Jahr mit Planwerten oder mit Prognosen (pos. oder neg. Prognose, Rolling Forecast und Trend) rechnet. Die Option Planrückschau setzt das Auswertungsdatum auf den Jahresanfang zurück und zeigt die ursprüngliche Planung. | |
| Ausweis Startsaldo (Kontostand): ADDISON Finanzbuchhaltung liefert über die Data Warehouse - Kennzahl 3000 automatisch den Startsaldo. Eine Anpassung der Kennzahl ist allgemein, kontenrahmenspezifisch oder mandantenspezifisch möglich. | |
| Aktuelle Forderungen: Die Data Warehouse - Kennzahl 3001 liefert automatisch den aktuellen Forderungssaldo. Individuelle Anpassung ist möglich. | |
| Aktuelle Verbindlichkeiten: Die Data Warehouse - Kennzahl 3002 liefert automatisch die aktuellen Verbindlichkeiten. Individuelle Anpassung ist möglich. | |
| Auswertungsmonat (informativ): Der zuletzt komplett abgerechnete Monat wird entsprechend der Einstellung unter Verarbeitung / Monatswechsel angezeigt. | |
| Aktuelle Anzeige Monate (max. 60 Monate): Liegen entsprechende Planjahre vor, ist die Liquiditätsvorschau für 12, 24, 36, 48 oder 60 Monate möglich. Sonst erfolgt der Hinweis: "Planjahre fehlen!" Die Auswahl wird gespeichert. | |
| Spalten verbreitern bzw. verschmälern |
Liquiditätsvorschau
Die dynamische Liquiditätsvorschau ermöglicht die langfristige Überwachung und Steuerung der Liquidität. Engpässe werden frühzeitig erkannt und notwendige Maßnahmen können ergriffen werden. Durch die vielseitigen Optionen können verschiedene Szenarien dargestellt und beurteilt werden.
Mit der optional einblend- und aktualisierbaren Minigrafik ist die Liquiditätsvorschau immer im Blick. Die Minigrafik stellt wahlweise die Planfortschreibung, negative Prognose oder Rolling Forecast dar.
Direkte Eingaben in der Liquiditätsvorschau (im Alternativplan auch abweichend) sind durch blaue Schrift markiert. Blaugefärbte Zeilen erlauben die direkte Eingabe von Werten. Als Eingabehilfe wird z.B. bei Angabe von 1T der Wert 1.000 und bei Angabe von 3,2M der Wert 3.200.000 gespeichert.
Die Liquiditätsvorschau basiert normalerweise auf den Zeilen von KOST 1. Dies ist bei Bedarf im Firmenstamm umzustellen.
Per Doppelklick auf Planeinnahmen, Planausgaben, USt-Zahllast, Investitionsausgaben, Darlehensaufnahme oder Tilgung erhält man eine genaue Aufstellung (ggf. 2-stufiger Drill-Down bis zur Detailplanung). Der Mausklick auf ein Gliederungssymbol in der 1. Spalte blendet die darüberliegenden Zeilen ein und aus. Das gilt auch für den Druck, die Übergabe nach Excel erfolgt immer ausgeklappt.
Die pos. und neg. Prognose bezieht sich auf das Geschäftsjahresende und setzt für die Folgejahre Planwerte ein. Für die Prognose der Liquiditätsvorschau ist in der Regel der Rolling Forecast besser, der die nächsten 12 Monate prognostiziert.
Summe Planeinnahmen
Diese Zeile zeigt die kumulierten Planerlöse aller Zeilen, die im Zeilenstamm als Erlöse gekennzeichnet sind. Zur Anzeige der einzelnen Erlöszeilen ist das Gliederungssymbol anzuklicken.
Das erste Feld der Planeinnahmen ist oft Null, da noch ausstehende Istwerte aus den Vormonaten zur besseren Übersicht separat unter "Einzahl. v. Forderungen" stehen.
Summe Planausgaben
Alle Kostenarten sind im Zeilenstamm zunächst als liquiditätswirksam gekennzeichnet. Bei nicht liquiditätswirksamen Zeilen, wie z.B. bei den Abschreibungen, ist das Kennzeichen der Liquiditätswirksamkeit im Zeilenstamm zu entfernen.
Wichtiger Hinweis Data Warehouse Kennzahlen:
Die Kennzahlen aus Data Warehouse sind mit Standardzuordnungen aus SKRxx gesteuert. Diese sind auf jeden Fall zu prüfen!
Einzahl. v. Forderungen
Die Liquiditätsvorschau ist dynamisch, d.h. für bereits komplett abgerechnete Monate wird nicht der Planwert, sondern der aktuelle Forderungssaldo aus ADDISON Finanzbuchhaltung berücksichtigt. Unter Einstellungen ist die Liquiditätswirksamkeit definiert.
Auszahl. v. Verbindlichk.
Auch für die Verbindlichkeiten wird der aktuelle Saldo aus ADDISON Finanzbuchhaltung entsprechend Liquiditätswirksamkeit übernommen.
Sonstige Verbindl. o. USt
An dieser Stelle werden bis zu drei Zeilen eingefügt, die auf die Controlling-Kennzahlen 3005 - 3009 zugreifen. Die Zeilenbezeichnung entspricht jeweils der Data Warehouse - Kennzahl. Der Liquiditätsschlüssel ist unter Einstellungen zu definieren.
Die Standardformel der Kennzahl 3005 "Sonstige Verbindl. ohne USt" zieht ggf. die Umsatzsteuerzahllast ab, da sie in der Liquiditätsvorschau direkt berechnet werden kann.
Zur besseren Verständlichkeit enthält die Wenn-Dann-Formel der Kennzahl 3005 die beiden Hilfskennzahlen 3010 "USt-Zahllast" und 3019 "Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten".
USt-Zahllast Bei jeder Kostenart kann im Zeilenstamm ein durchschnittlicher USt- bzw. Vorsteuersatz definiert werden. Daraus wird die USt-Zahllast errechnet und im Folgemonat ausgewiesen. Dauerfristverlängerung und Quartalszahler, siehe Einstellungen.
Bis zum zuletzt komplett abgerechneten Monat errechnet sich die Zahllast aus den Istwerten aus ADDISON Controlling von liquiditätswirksamen Zeilen mit Steuersatz. Sonst sind die Planwerte die Basis. Die Liquiditätsvorschau zeigt dann Bruttowerte.
Der Doppelklick auf einem USt-Zahllast-Wert führt zu einer detaillierten Aufstellung.
Hinweis
Bei der Steuerung der Zahlungsströme ist die Kombination aus Einstellungen der Liquiditätswirksamkeit auf Forderungen und Verbindlichkeiten in der Liquiditätsvorschau und der Steuerung der einzelnen Kostenarten (Erlöse und Kosten) im Zeilenstamm zu beachten, siehe Einstellungen der Liquiditätsvorschau und Einstieg Zeilenstamm. Auf den einzelnen Zeilen (Kostenarten) öffnet das Kontextmenü die Sprungfunktion in den Zeilenstamm.
Summe Bilanzbewegungen
Diese Zwischensumme enthält alle individuell angelegten Bilanzbewegungszeilen. Ein Kontextmenü (rechte Maustaste auf der Zeilenbezeichnung) verwaltet diese Zeilen. In ADDISON Finanzbuchhaltung-Firmenstamm ist ein Bilanzschema zu definieren. Bilanzbewegungszeilen können im Alternativplan andere Werte erhalten. [F9] kopiert in die Folgemonate.
Investitionsausgaben
Diese Zeile nimmt die liquiditätswirksamen Anschaffungswerte aus der Investitionsdetailplanung auf.
Darlehensaufnahme
Die Zeile bildet den liquiditätswirksamen Geldzufluss aufgrund geplanter Darlehen aus der Finanzierungsdetailplanung ab.
Tilgung
Diese Zeile nimmt die liquiditätswirksamen Darlehenstilgungen aus der Finanzierungsdetailplanung auf.
Liegen Darlehen vom Typ Planung gewährter Darlehen vor, dann werden dafür automatisch zusätzliche Zeilen für deren Auszahlung und Tilgung angezeigt.
Der Drill-down auf Darlehen und Tilgung ist nicht möglich wenn im Firmenstamm der Check "Finanzierungsdetailpläne über den ADDISON Finanzmanager verwalten" gesetzt ist.
Überziehungszins
Sind unter Einstellungen entsprechende Zinssätze definiert, dann berechnet diese Zeile die Verzinsung der negativen Liquiditätssalden mit dem Kreditlimit- und Überziehungszinssatz.
Zur Ermittlung der Zinsberechnungsbasis, sind die errechneten Zinsen bei einem negativen Liquiditätssaldo zu addieren.
Summe Invest./Finanz.
Diese Zwischensumme enthält Investitionsausgaben, Darlehensaufnahme, Tilgung und Kontokorrentzins.
Summe Sonstige
Diese Zwischensumme enthält alle Sonstigen Zeilen, die in diesem Abschnitt über das Kontextmenü (rechte Maustaste auf der Zeilenbezeichnung) verwaltet werden. Sie können im Alternativplan andere Werte erhalten. Der Mausklick auf dem Gliederungssymbol blendet die individuellen Zeilen aus- und ein. [F9] kopiert eingegebene Werte in alle Folgemonate.
Weitere individuelle Zeilen
Kontextmenüs zur Anlage von individuellen Zeilen gibt es auch für die Felder Summe Invest./Finanz. und Kreditlimit. Das ermöglicht die direkte Erfassung oder die Übernahme von Planwerten aus einer Controlling-Zeile zur manuellen Verwaltung von Investitionen und Finanzierungen, die nicht schon über Detailplanungen automatisch einfließen bzw. von Bürgschaften (Obligos), die das Kreditlimit vermindern.
Die Verwendung der Vorzeichenumkehr hat den Nachteil, dass sie die Nachvollziehbarkeit des Gesamtergebnisses erschwert.
Liquiditätssaldo
Der Liquiditätssaldo des ersten Folgemonats ergibt sich aus dem aktuellen Startsaldo im Kopf der Auswertung und dem Liquiditätsergebnis IV. Ansonsten ist es die Summe aus Liquiditätssaldo des Vormonats und Liquiditätsergebnis IV.
Kreditlimit
Diese Zeile dient der direkten Eingabe des Kreditlimits der Hausbank(en), die automatisch in alle Folgemonate kopiert.
Finanzierungslücke
Eine Finanzierungslücke entsteht, wenn ein negativer Liquiditätssaldo vorliegt, der das Kreditlimit übersteigt.
Darlehenssaldo
Der monatliche Darlehensgesamtsaldo aus den Finanzierungsdetailplanungen wird zur Information angezeigt (nicht bei Aktivierung des Finanzmanagers).
Grafik
Die Grafik ist links am unteren Rand durch den Wechsel der Reiter aufrufbar.
Einstellungen der Liquiditätsvorschau
Das Symbol Konfiguration in der Symbolleiste öffnet einen Dialog für die Einstellungen.
Kreditlimitzins
Zinssatz für negative Liquiditätssalden innerhalb des Kreditlimits.
Überziehungszins
Zinssatz für Finanzierungslücke.
Zinsen am Quartalsende Die Zinsen werden jeweils zum Quartalsende berechnet und Liquiditätswirksam.
… Zinsen in Planung übernehmen
Diese Option übernimmt die dynamisch errechneten Kreditlimit- und Überziehungszinsen auf die Kostenart einer Kostenstelle.
auf Kostenstelle und Zinszeile
Für die vorhergehende Option ist hier eine Kostenstelle und eine Zinszeile zur Übernahme der Zinsen zu definieren.
Diese Zinszeile darf keine anderen Planwerte enthalten, mit keiner Finanzierungsdetailplanung verknüpft sein und nicht als liquiditätswirksam gesteuert sein.
Quartalszahler
Die Umsatzsteuerzahllast wird damit vierteljährlich berechnet.
Dauerfristverlängerung
Die Liquiditätswirksamkeit der Umsatzsteuerzahllast verschiebt sich um einen Monat. Ein Korrekturwert zur Vorauszahlung (1/11) wird im Februar berücksichtigt.
Druckformat A3 quer
… druckt die Auswertung im Format "A3 quer" statt "A4 quer".
Anbindung einer Ergebniszeile
Das Vorzeichen der Werte wird umgekehrt. Liquiditätswirksamkeit: sofort, Folgemonat, Quartalsende (Steuertermine Jan, ..)
Register Forderungen, Verbindlichkeiten, …
Die Auswahl bestimmt die nachfolgenden Felder. Die Register 3-7 sind davon abhängig, ob im Data Warehouse die Controlling-Kennzahlen 3005-3009 angelegt sind und übernehmen von dort die Bezeichnung. Die Kennzahl 3005 ist als "Sonstige Verbindl. o. USt" vordefiniert und kann im Data Warehouse geändert werden (ggf. auch mandantenspezifisch).
OP-Statistik berechnen
Die OP-Statistik ermittelt aus den ausgezifferten OP's der ADDISON Finanzbuchhaltung für das aktuelle Wirtschaftsjahr und 2 Vorjahre einen Liquiditätsschlüssel. Die Anzahl der Vorjahre ist wählbar (keine, 1 oder 2).
Die Summe der Prozentwerte muss nicht zwangsläufig 100% betragen. Die Differenz ergibt sich aus Zahlungsausfällen, wie Gutschriften und Ausbuchungen, die zu berücksichtigen sind.
Übernahme für Ford.
Mit dieser Schaltfläche entscheidet man sich zur Übernahme des in der OP-Statistik ermittelten Liquiditätsschlüssels.
Kopie in Erlöszeilen
Bei den Forderungen kann der aus der OP-Statistik ermittelte Liquiditätsschlüssel in alle Zeilen mit Erlöskennzeichen kopiert werden.
Liquiditätswirksamkeit
In diese Felder kann der Liquiditätsschlüssel aus der OP-Statistik übernommen und nachbearbeitet werden. Der Liquiditätsschlüssel kann aber auch manuell definiert werden.
Umrechnung
Nicht alle offenen Forderungen sind immer im vergangenen Monat entstanden. Deshalb ist die Liquiditätswirksamkeit in der Regel auf die verschiedenen Ursprungsmonate anzuwenden.
Beispiel
mit Saisonkurve
Diese Option ermittelt aus den ADDISON Controlling-Daten eine Saisonkurve und berücksichtigt sie bei der Umrechnung.
Originalplan
Im Alternativplan sind alternative Liquiditätsschlüssel definierbar. Der Originalplan wird zur Information angezeigt.
Kurzfristiges Cash Management- Symbolleisten und Einstellmöglichkeiten
Enthalten in Standard-/Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Liquidität / Kurzfristiges Cash Management.
Die Symbole in der Symbolleiste haben folgende Funktionen:
| Aktuelle Ansicht drucken | |
| Direkte Übergabe nach Excel inkl. Formatierungen | |
| Aktuelle Ansicht aktualisieren | |
| Auswahl Original- bzw. Alternativplan | |
| Konfiguration Zahlungen | |
| Bankkonten verwalten | |
| Konfiguration bearbeiten: Einstellungen zu Wartetagen und überfälligen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten | |
| Data Warehouse Kennzahlen: Anzeige und Bearbeitung von zugrunde liegenden Data Warehouse Kennzahlen | |
| Anzeige der Nummernspalte | |
| Auswahl der Wertart: Diese Auswahl definiert, ob die Liquiditätsvorschau im aktuellen Jahr mit Planwerten oder mit Prognosen (pos. oder neg. Prognose, Rolling Forecast und Trend) rechnet. | |
| Konfiguration Forderungen | |
| Konfiguration Verbindlichkeiten | |
| Anzahl der angezeigten Planungswochen | |
| Ansicht der Wochenübersicht (Planung) | |
| Ansicht der Planungswochen und Bankendisposition | |
| Ansicht der markierten Planungswochen und Bankendisposition |
Kurzfristiges Cash Management
Das kurzfristige Cash Management dient der kurzfristigen Liquiditätssteuerung auf Wochenbasis und Überwachung der einzelnen Kontostände.
Für die effiziente Nutzung des kurzfristigen Cash Managements ist es wichtig zu wissen woher die Werte kommen. Der Aufbau und die Berechnungslogik bilden die Basis für die Werte.
Berechnungslogik
Die Planwerte werden unter Berücksichtigung der Steuerung Liquiditätswirksamkeit im Zeilenstamm für die Liquiditätsvorschau berechnet.
Die so ermittelten Werte werden auf Tages-Basis den Wochen im kurzfristigen Cash Management zugeordnet.
Bei Wochen mit einem Monatswechsel, werden die Werte aus den jeweiligen Monaten anteilig berechnet.
Die Berechnung der Tageswerte erfolgt auf Basis der Kalendertage.
Berechnungsbeispiel:
Um das kurzfristiges Cash Management öffnen zu können muss der Verarbeitungsmonat in ADDISON Controlling auf den Vormonat des aktuellen Kalendermonats eingestellt sein.
Im Cash Management erscheinen die Kostenarten, die im Zeilenstamm als liquiditätswirksam gekennzeichnet sind. Individuelle Zeilen z.B. in den Bilanzbewegungen werden angezeigt, wenn sie in der Liquiditätsvorschau angelegt sind.
Die Werte für Investitionsausgaben, Darlehensaufnahme, Tilgung und Überziehungszinsen werden aus der Liquiditätsvorschau übernommen.
Standardmäßig werden die Beträge aus der Liquiditätsvorschau linear (täglich) auf die entsprechenden Wochen aufgeteilt.
Notwendige Einstellungen
Bankkonten
Anlage der Bankkonten für das Cash Management
Erfassung aller Bankkonten, die im Cash Management in der Bankendisposition angezeigt werden sollen. Der Startsaldo der "Differenzenbank" wird automatisch generiert. Der Betrag ergibt sich aus der Differenz zwischen der Summe der Salden der erfassten Bankkonten und dem Saldo des Liquiditätsbetrages aus der Data Warehouse Kennzahl 3000. Dieser Differenzbetrag kann sich z.B. zusammensetzen aus dem Saldo des Kassenkontos und dem Saldo von Geldtransitkonten. Damit alle liquiden Mittel berücksichtigt werden, kann die Differenzenbank nicht deaktiviert werden - diese dient als Kontrolle.
Die als Standardbank gekennzeichnete Bank, dient als Vorbelegung in den Kostenarten. Aktivieren Sie den Check für eine andere Bank, werden geplante Zahlungen automatisch dieser neuen Standardbank zugeordnet.
Wichtiger Hinweis Data Warehouse Kennzahlen:
Die Kennzahlen aus Data Warehouse sind mit Standardzuordnungen aus SKRxx gesteuert. Diese sind auf jeden Fall zu prüfen!
Hinweis Konsolidierung:
Das Kurzfristige Cash Management ist für Konsolidierungsmandanten nicht anwendbar.
Konfiguration Zahlungen
Für alle Kostenarten und individuell eingefügte Zeilen kann hier in einer übersichtlichen Tabelle sowohl eine abweichende Bank als auch der Zahlungstermin zugeordnet werden.
Alternativ können diese Einstellungen auch über die Zeilen direkt vorgenommen werden
Für Zeilen mit der Bankensteuerung "Aufteilung (Kopie in Folgewoche)" ist die prozentuale Aufteilung in der Bankendisposition zu hinterlegen. Diese Aufteilung wird in die Folgewochen kopiert.
Forderungssaldo
Die Data Warehouse - Kennzahl 3001 liefert automatisch den aktuellen Forderungssaldo.
Verbindlichkeitssaldo
Die Data Warehouse - Kennzahl 3002 liefert automatisch die aktuellen Verbindlichkeiten.
Die Einstellung des Zahlverhaltens für Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt über das Symbol neben dem Saldo. Sofern mehrere Kennzahlen für Forderungen oder Verbindlichkeiten für die Liquiditätsvorschau gesteuert sind ist hier eine Auswahl der Kennzahl möglich.
Mit der Einstellung "Wochenanteil" kann der Forderungs- bzw. Verbindlichkeitsbetrag in Prozent auf die Wochen des Cash Managements verteilt werden.
Falls es für den Eingang der Forderungen einen festen Termin gibt, z.B. für Forderungen aus Mieten, kann ein Zahltag eingestellt werden.
Mit der Option "nach OP's" wird anhand der Netto-Fälligkeit der Offenen Posten aus der Finanzbuchhaltung die Fälligkeit ermittelt. Mit der Einrichtung von 1-6 Wartetagen werden OP's, die seit der ausgewählten Anzahl von Tagen fällig sind, im Forderungseingang berücksichtigt. Die Fälligkeit dieser Posten wird im Standard um die gewählte Anzahl von Tagen verlängert. Optional kann die Fälligkeit dieser Posten in der Konfiguration auf sofort fällig gesetzt werden.
Bei einer Definition "nach OP's" wird die Summe aller Offenen Posten mit dem Saldo der Kennzahl abgeglichen. Falls sich hier ein Differenzbetrag ergibt, z.B. aus gebuchten Wertberichtigungen, wird dieser in der Zeile "Rest (zu verteilen)" ausgewiesen. Dieser Restbetrag kann auf die Wochen verteilt oder über die entsprechenden Konten gesteuert werden.
Steuerung einzelner Konten
Die Zusatzoption "Steuerung einzelner Konten" ermöglicht die Steuerung des Zahlverhaltens für bestimmte Sachkonten innerhalb der ausgewählten Kennzahl. Beispiel: "Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer" innerhalb der Kennzahl "Sonstige Verbindlichkeiten".
Zusätzliche Kennzahlen 3005-3009 für Forderungen und Verbindlichkeiten
Wenn im Data Warehouse mehrere Kennzahlen für Forderungen und/oder Verbindlichkeiten angelegt sind, kann für jede dieser Kennzahlen ein abweichendes Zahlverhalten hinterlegt werden.
Falls innerhalb der Forderungen oder innerhalb der Verbindlichkeiten mehr als eine Kennzahl nach den Fälligkeiten der OP's gesteuert werden soll, muss ab der zweiten Kennzahl im gleichen Bereich die Einrichtung über die zugeordneten Konten erfolgen.
Für die überfälligen OP's wird standardmäßig kein Zahlungseingang/-ausgang geplant. Über die Konfiguration kann für diese OP's ein prozentualer Geldeingang bzw. -ausgang auf Wochen definiert werden.
Konfiguration Bearbeiten
Im Standard werden die Fälligkeiten von überfälligen OP's um die aktivierten Wartetage in der Steuerung der Forderungen oder Verbindlichkeiten erhöht. Diese Steuerung kann durch die Aktivierung der Option "OP's aus Wartetagen sofort, keine Fristrechnung" deaktiviert werden. Dadurch wird der Zahlungsstrom im kurzfristigen Cash Management sofort ausgewiesen.
Sofern der Zahlungsstrom von überfälligen OP's geplant werden soll kann jeweils für Forderungen oder Verbindlichkeiten eine Verteilung auf Wochen aktiviert werden. Es erfolgt keine Plausibilitätsprüfung auf 100 %.
Sonstige Funktionen im kurzfristigen Cash Management
Zeile Kurzfristige Korrekturen:
In dieser Zeile können durch Klicken auf das Symbol in der Zeile flexibel Beträge erfasst werden, die durch individuelle Verschiebungen von Zahlterminen einer abweichenden Woche zugeordnet werden sollen. Die Zeile kann auch zur Abbildung von Szenarien verwendet werden.
Zeile Geldtransfer zwischen Banken
Hier besteht durch Klicken auf das Symbol in der Zeile die Möglichkeit Umbuchungen von einer Bank zur anderen für die aktuell ausgewählte Woche einzugeben.