Prognose
Prognose
Prognose - Programmzweck
Unterschiedliche Prognoseverfahren bieten einen Ausblick auf die zu erwartende Entwicklung. Dabei geht es nicht darum, sich für eines der Prognoseverfahren zu entscheiden. Erst der Vergleich der Prognosewerte zeigt mögliche Szenarien. In der Regel erkennt man schon nach wenigen Monaten die wahrscheinlichste Entwicklung und kann Gegenmaßnahmen einleiten.
Symbolleisten in den Prognosen
Die Symbole in der Symbolleiste haben folgende Funktionen:
| Aktuelle Ansicht drucken | |
| Direkte Übergabe nach Excel inkl. Formatierungen | |
| Sprung zwischen Datensätzen | |
| Aktuelle Ansicht aktualisieren | |
| Auswahl Original- bzw. Alternativplan | |
| Auswahl Kostkreis | |
| Konfiguration bearbeiten | |
| Auswahl der Kostenstelle/des Bereichs | |
| Auswahl der Zeile | |
| Auswertungsmonat, in Prognosen nur informativ (letzter abgerechneter Monat) | |
| Diese Schaltflächen ändern die Spaltenbreite. | |
| Zeilen ohne Wert unterdrücken (Einstellung im Firmenstamm) |
Es werden nicht in allen Prognosen alle Symbole benötigt.
Die Erläuterungen der allgemeinen Funktionen und Grafikeinstellungen siehe Allgemeine Funktionen in der Info.
Prognose
Enthalten in Entry-/Standard-/Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Prognose.
Algorithmus
Ausnahmen
(1) Zur angestrebten Erreichung des Jahresplanwertes, wird die aufgelaufene Planabweichung auf die nicht realisierten Monate im Verhältnis der Monatsplanwerte aufgeteilt. Hat im Ausnahmefall ein Monatsplanwert ein anderes Vorzeichen als der Jahresplanwert, dann wird in diesem Monat der Planwert als Prognosewert eingesetzt. Die aufgelaufene Planabweichung wird nur auf die anderen Monate aufgeteilt.
(2) Wenn der Jahresplanwert bereits erreicht ist, dann setzt die negative Prognose in den Folgemonaten keinen negativen Wert sondern Null ein. Gleiches gilt, wenn die Planwerte unterschiedliche Vorzeichen haben und der Restplanwert negativ ist.
(3) Haben die Plankosten bis zum aktuellen Monat ein negatives Vorzeichen, dann wird für die Folgemonate als neg. Prognose der monatliche Planwert eingesetzt.
Wichtige Hinweise: Für die Prognose von Ergebniszeilen muss im Zeilenstamm das Kennzeichen Ertrag oder Kosten gesetzt sein.
Die Prognosewerte können über die Spaltenschemen auch in individuelle Auswertungen eingefügt werden. Bei Kostenstellen mit Vorjahren basieren die Gesamtwerte ausschließlich auf der Planabweichung des aktuellen Jahres.
Für Istwerte ist auch hier ein Drilldown auf die Einzelbelege möglich.
KSt/Bereich, Zeile
Die Suchfunktion erleichtert die Auswahl. Ein schneller Wechsel erfolgt über die Symbolleiste oder im Seitenbereich, siehe Info / Info
per Monat
Die Prognose basiert auf den Monaten des aktuellen Jahres, bis zum letzten komplett abgerechneten Monat, der im Menüeintrag Verarbeitung / Monatswechsel definiert ist.
Der Wechsel zur Grafik erfolgt mit den Reitern unterhalb der Ansicht.
Grafik mit kumul. Werten
Bei dieser Option sind in der Grafik statt Monatswerten die kumulierten Werte dargestellt.
mit Trend
Der Trend ist bei saisonalen Schwankungen der Planwerte nur bedingt aussagekräftig.
Prognose auf Summenbasis
Die Prognose ergibt sich in der Regel aus der Summe der Einzelprognosen der enthaltenen Erlös-/Kostenarten bzw. Kostenstellen.
Bei dieser Option werden dagegen die Einzelprognosen ignoriert und bei Ergebniszeilen und Bereichen zuerst die Summen der Plan- und Istwerte errechnet, um danach die Prognose-Regeln auf die errechneten Salden anzuwenden (in Listenmanager und Listenüberschrift mit * gekennzeichnet).
Vorjahresmonate
Insbesondere für die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres bietet diese Option eine Verbreiterung der Datenbasis, indem 1-12 Vormonate in die Berechnung einbezogen werden.
Abweichung/Abweichung %
Diese Zeilen zeigen für die bereits realisierten Monate die absolute bzw. die prozentuale Plan/Ist-Abweichung.
lfd. ...
Diese Zeilen zeigen für die entsprechenden Wertarten die kumulierten Jahreswerte anstatt der Monatswerte.
negative Prognose
Die negative Prognose bei Planunterschreitung von Erlösen nimmt an, dass sich die aufgelaufene prozentuale Planunterschreitung in allen zukünftigen Monaten des Wirtschaftsjahres fortsetzt. Bei Planüberschreitung der Erlöse werden die Planwerte der zukünftigen Monate anteilig reduziert um am Jahresende den Originalplan zu erreichen (für Kosten umgekehrt).
positive Prognose
Die positive Prognose setzt für Erlöse bei einer Planüberschreitung für die zukünftigen Monate den monatlichen Planwert ein (Vorsichtsprinzip). Bei einer Unterschreitung werden die Planerlöse der zukünftigen Monate anteilig erhöht, um am Jahresende den kumulierten Originalplan zu erreichen.
Für die Kosten gilt umgekehrt, dass bei Planunterschreitung für die zukünftigen Monate der monatliche Planwert eingesetzt wird (Vorsichtsprinzip). Bei einer Überschreitung der Plankosten werden die zukünftigen Monate anteilig gekürzt.
Kostenarten mit der Planungsoption "Planeingabe in % von…"
Der Wareneinsatz steht in der Regel in Abhängigkeit zu den Erlösen. Bei der negativen Prognose steht einer niedrigen Erlösprognose eine hohe Wareneinsatzprognose gegenüber. Das gilt auch für die positive Prognose. Für diese Fälle bietet der Kostenartenstamm die Option Wareneinsatzprognose in % der Erlöse. Für die Wareneinsatzprognose wird dann zunächst die Basiszeile (in der Regel Erlöse) prognostiziert. Die Prognose der abhängigen Zeile wird nach dem Verhältnis der monatlichen Planwerte von der Erlösprognose abgeleitet. Die Erlöszeile kann gleichzeitig auch für andere Zeilen (z.B. Kosten Warenabgabe) Basiszeile sein. Der Fixkostenanteil aller betroffenen Zeilen muss 0 sein.
Trend
Die Trendberechnung basiert ausschließlich auf einer Hochrechnung der realisierten Istwerte. Planwerte bleiben unbeachtet. Das ist bei saisonalen Planzahlen-Schwankungen nicht sinnvoll. Die Trendfunktion ist linear. Sie kann auch negative Werte ergeben, die in der Regel betriebswirtschaftlich unsinnig sind.
Planfortschreibung
Die einzelnen Monatswerte der Planfortschreibung sind bereits als Istwerte der abgerechneten Monate und als Planwerte der Folgemonate in der Tabelle enthalten. Die kumulierte Planfortschreibung ist in einer separaten Zeile angegeben. Dazu werden kumulierter Istwert und Planwerte der Folgemonate addiert.
Prognosevergleich
Enthalten in Entry-/Standard-/Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Prognosevergleich.
Programmzweck
Dies ist eine Standardauswertung zur schnellen Gegenüberstellung und Beurteilung der Prognoseverfahren für ein beliebiges Zeilenschema. Man sieht übersichtlich, dass sich die Prognosen der Ergebniszeilen aus der Summe der Prognosewerte der dazugehörigen Kosten- und Leistungsarten errechnen.
Die erste Prozentzahl entspricht der Planabweichung bis zum aktuellen Monat. Die zweite Prozentzahl zeigt die Abweichung zum Jahresplanwert, die aber nur erreicht werden kann, wenn im Restjahr der Plan eingehalten wird (=Planfortschreibung).
Rolling Forecast
Enthalten in Entry-/Standard-/Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Rolling Forecast.
Programmzweck
Der Rolling Forecast löst sich vom Geschäftsjahr als Zeithorizont der operativen Steuerung und orientiert sich an einem gleichbleibend vorlaufenden Zeithorizont (12 Monate).
Er basiert auf einem Plan bzw. davon abgeleiteten Prognosen.
Als wichtiges Frühwarnsystem mit größerer Reichweite ergänzt er die für das Reporting weiterhin unentbehrliche klassische Erwartungsrechnung (Prognose) zum Geschäftsjahresende.
Für die Prognose von Ergebniszeilen muss im Zeilenstamm das Kennzeichen Ertrag oder Kosten gesetzt sein.
Beispiel
Berechnungsbasis ist die in der ersten Spalte gezeigte aufgelaufene Abweichung ab Geschäftsjahresbeginn. Dahinter stehen die nächsten 12 Planmonate.
Bei negativer Abweichung ergibt sich der Forecast auf den erweiterten Zeitraum aus dem im Kapitel Prognose beschriebenen Algorithmus. Bei positiver Abweichung werden die monatlichen Planwerte als Forecast eingesetzt.
Der Trend (proz.) schreibt in jedem Fall die prozentuale Abweichung für alle folgenden Monate fort. Im gezeigten Beispiel entspricht dies dem Forecast.
Zielerreichung
Enthalten in Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Zielerreichung.
Programmzweck
Für z.B. eine Erlöszeile werden alle Kostenstellen und Bereiche mit einem Zielerreichungsfaktor (Jahresprognose/Jahresplan) angezeigt und analog zur Abweichungsanalyse farbig markiert. Die kostenstellenspezifische Kombination der Prognoseverfahren führt zu einer genaueren Bereichsprognose. Der Mausklick auf dem Spaltentitel sortiert die Einträge (Rangliste). Folgespalten zeigen die Prognose für zukünftige Monate oder Quartale.
kostenstellenspezifisch 1-4
Per Mausklick auf ein Symbol kann jeder Kostenstelle ein adäquates Prognoseverfahren zugeordnet werden. Für Bereiche führt die zusätzliche Option "Bereich wie KSt" zu einer Kumulierung der kostenstellenspezifischen Prognosen. Mit den laufenden Nummern 1-4 sind unterschiedliche Szenarien darstellbar.
Über 2 Varianten (Szenarien) kann man z.B. Kundenbetreuer für Verkaufserlöse und Service-Erlöse unterschiedlich einschätzen.
Trend (prozentual)
lfd.Ist + ((1 - lfd. prozentuale Abweich.) x Plan f. Folgemonate)
Prognose auf Summenbasis
Diese Option ignoriert die Einzelprognosen und errechnet für die Ergebniszeilen zuerst die Summe der Plan- und Istwerte.
Warnung bei Abw.
Das sind Grenzwerte analog zur Abweichungsanalyse.
Markierung der Monatsspalten
Farbige Markierung der Ist-Monate bei entsprechender Planabweichung.
Flexible Prognose
Enthalten in Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Flexible Prognose.
Programmzweck
Zur intensiveren Arbeit mit der Prognose kann man hier die unterschiedlichen Prognoseverfahren zeilenspezifisch mischen. Generell ist die Planfortschreibung als Standardverfahren bei jeder Zeile vordefiniert und kann per Kontextmenü (siehe unten) umgestellt werden. Das zeilenspezifische Prognoseverfahren wird in der Auswertung durch ein Symbol angezeigt.
Kontextmenü
Per Mausklick auf ein Symbol wird das zeilenspezifische Prognoseverfahren eingestellt.
Für Ergebniszeilen ist keine zeilenspezifische Definition notwendig, da dafür die Summe der Einzelprognosen relevant ist. Die "Flexible Prognose" gibt es auch als Option in Liquiditätsvorschau, Abweichungsanalyse und KSt-Übersicht.
Verknüpfung zur Zielerreichungsprognose (kostenstellenspezifisch 1-4)
Die Flexible Prognose bietet mit der zeilenspezifischen Zuordnung der Prognoseverfahren eine genauere Ergebnisprognose. Die zuvor beschriebene Zielerreichung ist eine kostenstellen- bzw. kostenträgerspezifische Zuordnung der Prognoseverfahren, die zu einer genaueren Bereichsprognose führt. Beide Verfahren werden kombiniert, wenn in der Flexiblen Prognose über das Kontextmenü ein Szenario der Zielerreichung gewählt wird.
Rollierender Rückblick
Enthalten in Premium-Lizenz. Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Prognose / Rollierender Rückblick.
Programmzweck
Als Ergänzung zum Rolling Forecast bietet diese Funktion eine Rückschau auf die Istwerte der Vergangenheit um daraus einen Trend abzuleiten. Die vergangenen 23 Monate werden rollierend zu
12-Monatszeiträumen zusammengefasst und zeigen in der grafischen Darstellung einen Entwicklungstrend, der völlig unabhängig von den Planzahlen ist. Um die Schwankungen deutlicher zu zeigen, beginnt die Y-Achse nicht bei null.
Sind im Vorvorjahr keine Istwerte vorhanden, dann wird die Grafik entsprechend verkürzt dargestellt. Liegen auch im Vorjahr keine Istwerte vor, dann wird kein Balken angezeigt. Darüber hinaus verliert die Grafik Ihre Aussagekraft, wenn nicht alle auf der X-Achse aufgeführten Monate Werte enthalten.
| Optional zeigt ein 2. Balken für jeden Zeitraum den Planwert. | |
| Optional wird in einem weiteren Balken die kumulierte negative Prognose angezeigt. | |
| Optional wird der Rolling Forecast angezeigt. | |
| Optional werden in den Balken die Werte angezeigt. |