SEPA Lastschriften – Allgemeine Informationen
SEPA Lastschriften – Allgemeine Informationen
Was ist eine Gläubiger Identifikationsnummer?
Gläubiger CI (Creditor Identifier)
Jeder Lastschrifteinreicher benötigt für die Erstellung von SEPA Lastschriften zur eindeutigen Kennung eine in Deutschland 18-stellige Gläubiger-Identifikationsnummer.
Die Gläubiger-Identifikationsnummer wird nicht je Hausbankverbindung separat, sondern nur einmal je Unternehmen benötigt.
Wo kann die Gläubiger Identifikationsnummer beantragt werden?
Vergabestelle
Die Gläubiger-Identifikationsnummer wird von der Deutschen Bundesbank vergeben und ist europaweit eindeutig.
Die Angabe der Gläubiger-Identifikationsnummer ist bei SEPA Lastschriften zwingend!
In Österreich wird die Gläubiger-Identifikationsnummer durch die Nationalbank (OeNB) vergeben. Sie müssen die Gläubiger ID jedoch bei Ihrer Hausbank beantragen.
Eine direkte Beantragung bei der OeNB ist nicht möglich!
Beantragung der Gläubige ID
Die Gläubiger ID können Sie über die Web Seite der Deutschen
Bundesbank beantragen:
https://extranet.bundesbank.de/scp/.
Allgemeine Hinweise zur Beantragung erhalten Sie über folgenden Link: www.glaeubiger-id.bundesbank.de.
Die Gläubiger-Identifikationsnummer wird auf den Mandatsschreiben gedruckt und ist Bestandteil des SEPA-Mandats. Das Vorhandensein ist Voraussetzung für die SEPA Mandatsanlage.
Welche Angaben werden zur Beantragung der Gläubiger Identifikationsnummer benötigt?
- Name und Anschrift des Unternehmens/Verein
- Nummer des Handelsregister-/Vereinsregisterauszugs
- und Ort des Registergerichts
- Bei natürlichen Personen Ausweisnummer,
- sowie ausstellende Behörde und Ort
- Angaben zu einer Ansprechperson:
Name, Telefonnummer, E-Mail Adresse
Wie ist der Ablauf des Antragsverfahrens für die Beantragung der Gläubiger Identifikationsnummer?
- Sie erhalten per E-Mail die Aufforderung, die Antragsdaten zur weiteren Verarbeitung freizuschalten.
- Die Antragsdaten werden gelöscht, sofern die Freischaltung nicht innerhalb von 10 Kalendertagen erfolgt. Gleichzeitig wird das Antragsverfahren beendet.
- Nach erfolgreicher Freischaltung erhalten die Gläubiger-ID mit einem Mitteilungsschreiben per E-Mail.
- Das Mitteilungsschreiben ist sorgfältig aufzubewahren. Es kann vom Kreditinstitut zur Vorlage angefordert werden.
Benötigt man eine Inkassovereinbarung mit der Hausbank für SEPA Lastschriften?
Als Lastschrifteinreicher müssen Sie mit Ihrer Hausbank eine Inkassovereinbarung für SEPA Lastschriften abschließen. Dabei müssen Sie Ihrer Hausbank Ihre Gläubiger ID mitteilen!
Für SEPA Lastschriften gelten neue Vertragsbedingungen/die Einreichungszeiten müssen vereinbart werden.
Ohne diese Inkassovereinbarung dürfen Sie keine SEPA Lastschriften einreichen!
Was sind SEPA Lastschriftmandate?
Für SEPA Lastschriften werden sog. SEPA Lastschriftmandate benötigt, auch bei der Umdeutung bestehender Einzugsermächtigungen in SEPA Basis Lastschriftmandate.
Die SEPA Mandatsdaten müssen elektronisch bei jeder Lastschrift innerhalb der Lastschriftdatei generell mit übermittelt werden.
Wer erteilt ein SEPA Lastschriftmandat?
Das SEPA Lastschriftmandat erteilt der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger auf dessen Initiative.
Mit dem Lastschriftmandat ermächtigt der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger Beträge per Lastschrift einzuziehen.
Der Zahlungspflichtige erteilt darüber hinaus damit seiner Bank die Weisung, die vom Zahlungsempfänger vorgelegten Lastschriften einzulösen.
Was sind die Voraussetzungen, damit ein SEPA Lastschriftmandat angelegt werden kann?
Zentrale Mandanten-Stammdaten:
- Gläubiger ID
Kundenstammdaten Bankverbindung(en):
- IBAN
- SWIFT Code (bis 31.01.2014 inländische Bankverbindung/31.01.2016 ausländische Bankverbindung)
- Bankname bei ausländischen Bankverbindungen
Kundenstammdaten Zahlungsart:
- Basis-Lastschrift oder Firmen-Lastschrift
Kundenstammdaten Adressdaten:
- Vor- und/oder der Nachname
- Kundenadresse (voraussichtlich nur noch bis 31.01.2014)
Kundenkonten mit abweichendem Kontoinhaber:
- die Adressdaten des abw. Kontoinhabers
Welche Angaben beinhaltet ein schriftliches SEPA Lastschriftmandat?
Welche Angaben beinhaltet ein schriftliches SEPA Lastschriftmandat?
- Eine eindeutige Mandatsreferenznummer (Neu)
- Gläubiger ID des Zahlungsempfängers (Neu)
(CI Creditor Identifier) - Lastschriftart: Basis- oder Firmen-Lastschrift (Neu)
- Mandatsfrequenz: Einmalige oder mehrmalige
Lastschrift (Neu) - IBAN und SWIFT Code (bis 31.01.2014 bei inländischen Zahlungen/31.01.2016 bei grenzüberschreitenden Zahlungen) des Zahlungspflichtigen
- Name und Adresse des Zahlungsempfängers (Gläubiger)
- Den Autorisierungstext (Ich/Wir ermächtige(n)….)
- Signaturdatum und Ort: zu welchem Datum und an welchem Ort das Mandat vom Zahlungspflichtigen unterschrieben wurde
- Unterschrift des Zahlungspflichtigen
Für welche Kunden/Schuldner müssen vor der SEPA Umstellung neue SEPA Mandate eingeholt werden?
- Für alle Kunden mit bestehenden Abbuchungsaufträgen
- Für Privatkunden mit bestehenden Abbuchungsaufträgen,
denn für Privatkunden dürfen keine SEPA Firmen-Lastschriften erstellt werden - Für Kunden mit bestehenden Einzugsermächtigungen, die Ihnen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Form schriftlich vorliegen
Wie werden bestehende Einzugsermächtigungen in SEPA Basis-Lastschriftmandate umgedeutet?
Umdeutung bestehender Einzugsermächtigungen in SEPA Lastschriftmandate
Aufgrund einer Umdeutungslösung können Sie seit dem 9. Juli 2012 das SEPA-Basis-Lastschriften auf der Grundlage von bestehenden Einzugsermächtigungen erstellen, wenn Ihnen die Einzugsermächtigungen in der gesetzlich vorgeschriebenen Form schriftlich vorliegen.
Vor dem ersten SEPA Basis Lastschrifteinzug müssen Sie dem Schuldner im Rahmen eines Umdeutungsschreibens folgende Angaben schriftlich mitteilen:
- Gläubiger-ID
- SEPA Lastschriftmandats ID
- Zeitpunkt, ab wann Sie auf SEPA Basis-Lastschriften umstellen.
Der Benachrichtigungszeitpunkt (Datum des Umdeutungsschreibens) ist als Signaturdatum innerhalb der SEPA Mandatsstammdaten einzutragen.
Umdeutungsschreiben erstellen
Die automatische Anlage von SEPA Mandanten und den Druck von Mandatsschreiben können Sie über folgende Menüpunkte erstellen:
Auswertungen / SEPA Mandatsverwaltung / SEPA Mandatsanforderungen drucken.
Vollzug der Umdeutung
Die Umdeutung in ein SEPA Basis-Lastschriftmandat ist erfolgt, wenn der Zahlungspflichtige nicht widerspricht.
Ein SEPA Lastschriftmandat wird je Kundenkonto und Bankverbindung separat angelegt und verwaltet.
Wie werden Kunden mit bestehenden Abbuchungsaufträgen auf SEPA umgestellt?
Für bestehende Abbuchungsaufträge müssen Sie zwingend ein neues SEPA Firmen-Lastschriftmandat einholen!
Dazu können Sie über ADDISON ein Mandatsanforderungsschreiben erstellen und gleichzeitig automatisiert die SEPA Firmenlastschriftmandate anlegen lassen.
Nicht alle Banken führen SEPA Firmen Lastschriften aus
Die Banken sind innerhalb des SEPA-Raums zur Teilnahme am SEPA Basis-Lastschriftverfahren verpflichtet, wenn sie derzeit am Inlandslastschriftverfahren teilnehmen.
Das SEPA Firmen-Lastschriftverfahren ist jedoch nicht verpflichtend, und die Banken können selbst entscheiden, ob sie ihren Gläubigern diesen Service anbieten möchten oder nicht.
Fragen Sie daher bei Ihrer Hausbank nach, bevor Sie für bestehende Abbuchungsaufträge SEPA Mandatsanforderungsschreiben erstellen, ob Sie bei Ihrer Hausbank SEPA Firmen-Lastschriften einreichen können!
| Wichtiger Hinweis |
Bitte beachten Sie, dass SEPA-Firmenlastschriftmandate nur von Firmenkunden erteilt werden dürfen! Wenn Sie bestehende Abbuchungsaufträge für Privatkunden haben, müssen Sie für diese Kunden neue SEPA Basis-Lastschriftmandate einholen! |
SEPA Firmenlastschriftmandat muss bei der Schuldnerbank eingereicht werden
Der Schuldner muss eine unterschriebene Kopie des SEPA Firmen-Mandats zusätzlich zwingend seiner Bank vorlegen.
Diese prüft das SEPA Mandat vor dem ersten SEPA Lastschrifteinzug!
Signaturdatum erfassen
Nachdem Sie das unterschriebene SEPA Firmen-Lastschriftmandat von Ihrem Schuldner zurückerhalten haben, müssen Sie innerhalb der Mandatsstammdaten das Unterschriftsdatum (Signaturdatum) erfassen.
Welche SEPA Lastschriftarten gibt es?
Bei SEPA wird zwischen folgenden Lastschriftarten unterschieden:
- Basis-Lastschriften: CORE
- Basis-Lastschriften mit verkürzten Vorlauftagen: COR1
(entfallen ab dem SEPA Dateiformat 3.0) - Firmen-Lastschriften: B2B
SEPA Basis-Lastschriften B2C (SEPA Core Direct Debit)
Das SEPA Basis-Lastschriftverfahren ähnelt dem bisherigen Einzugsermächtigungsverfahren und ist auf Privatkunden ausgerichtet, daher hat es lange Rückgabefristen.
Es ist jedoch nicht auf Privatkunden beschränkt und kann auch für Unternehmenskunden verwendet werden.
Basislastschriften Einreichung Vorlauftage:
Hier sind die Standard Vorlauftage aufgeführt, diese können sich jedoch je Einreicherbank unterscheiden und sind oftmals um einen Tag höher, da die Banken noch einen Bearbeitungstag voraussetzen.
| Erstlastschrift: | 5 Bankarbeitstage |
|---|---|
| Folgelastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Einmallastschrift: | 5 Bankarbeitstage |
Seit dem 20.11.2016 gelten folgende Vorlauftage, wenn die Lastschriften mit der Zahlungsdateiversion 3.0 ausgegeben werden (Einstellung im Zentralen Mandantenstamm / Hausbankverbindungen / Karteikartenreiter SEPA Daten).
Unter der SEPA Dateiversion 3.0 ist die Beflaggung von Erstlastschriften zudem entfallen.
| Erst- und Folgelastschrift | 1 Bankarbeitstag |
|---|---|
| Einmallastschrift | 1 Bankarbeitstag |
Rückgabe
Der Schuldner kann die Lastschrift bis zu 8 Wochen nach Fälligkeit zurückgeben.
Der Zeitraum erhöht sich auf bis zu 13 Monate bei einer nicht autorisierten Lastschrift.
(Gläubiger kann kein SEPA-Mandat vorweisen)
Gültigkeit
Das Mandat erlischt 36 Monate nach der letzten Lastschrifterstellung bezogen auf deren Fälligkeitsdatum.
SEPA COR1 Basis-Lastschriften (verkürzte Vorlauftage)
SEPA COR1 Basis Lastschriften
SEPA COR1 Basis-Lastschriften haben die Eigenschaften von SEPA Basis-Lastschriften, jedoch mit verkürzten Einreichungsvorlauftagen.
Ab der SEPA Zahlungsdateiversion 3.0, die ab 20.11.2016 gültig geworden ist, werden vom Programm keine COR1 Lastschriften mehr erstellt, wenn die SEPA Zahlungsdateiversion 3.0 verwendet wird. Stattdessen werden Basislastschriften mit verkürzten Vorlauftagen erstellt.
Voraussetzungen für die Erstellung von COR1-Basis-Lastschriften
- Das SEPA Mandat ist als Basis-Lastschriftmandat angelegt worden.
- SEPA COR1 Basis-Lastschriften können nur für Kundenkonten mit inländischen Bankverbindungen bzw. für inländische SEPA Basis-Lastschriften angewendet werden!
Einreichung Vorlauftage
Nachfolgend sind die Standard Vorlauftage aufgeführt.
Diese können sich jedoch je Einreicherbank unterscheiden und sind oftmals um einen Tag höher, da die Banken noch einen Bearbeitungstag voraussetzen.
| Erstlastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
| Folgelastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
| Einmallastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
SEPA Firmen-Lastschriften B2B (Business to Business Direct Debit)
Für Firmenkunden wurde das Firmen-Lastschriftverfahren entwickelt, das dem bisherigen Abbuchungsverfahren ähnlich ist.
Dieses Verfahren ist auf Firmenkunden beschränkt.
Es darf somit nicht für Privatkunden angewendet werden!
Das Firmenlastschriftverfahren unterstützt mehr die Belange von Unternehmen.
Vorlauftage
Hier sind die Standard Vorlauftage aufgeführt. Diese können sich jedoch je Einreicherbank unterscheiden und sind oftmals um einen Tag höher, da die Banken noch einen Bearbeitungstag voraussetzen.
Firmenlastschriften Einreichung Vorlauftage:
| Erstlastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
| Folgelastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
| Einmallastschrift: | 1 Bankarbeitstag |
Vorlage SEPA Lastschriftmandat bei der Bank
| Der Schuldner muss das SEPA Mandat bei seiner Bank vorlegen. Der Zahlungspflichtige muss sein Kreditinstitut über die Erteilung des SEPA-Firmenlastschriftmandats vor der ersten Einlösung einer Lastschrift in Kenntnis setzen und dieses bei seinem Kreditinstitut vorlegen! |
Rückgabe
SEPA Firmen-Lastschriften können vom Zahlungspflichtigen nicht zurückgegeben werden (nur bei nicht autorisierten Lastschriften).
Gültigkeit
Das SEPA Mandat erlischt 36 Monate nach der letzten Lastschrifterstellung bezogen auf deren Fälligkeitsdatum.
Bestehende Abbuchungsaufträge
Für bestehende Abbuchungsaufträge müssen Sie zwingend für SEPA ein neues SEPA **Firmen-**Lastschriftmandat einholen.
Der Schuldner muss das Mandatsschreiben zusätzlich seiner Bank vorlegen.
Wie lange müssen die SEPA Lastschriftmandate aufbewahrt werden?
Das SEPA-Lastschriftmandat ist nach Ablauf noch für einen Zeitraum von 14 Monaten, gerechnet vom Fälligkeitsdatum der zuletzt gezogenen Lastschrift, aufzubewahren.
Das unterschriebene SEPA-Lastschriftmandat sowie etwaige Mandatsänderungen müssen in Papierform oder elektronisch (unter Beachtung der gesetzlichen Archivierungsvorschriften) vom Lastschrifteinreicher aufbewahrt werden.
Können abgelaufene SEPA Mandate verlängert werden?
Ein SEPA Lastschriftmandat erlischt 36 Monate nach dem letzten SEPA Lastschrifteinzug bezogen auf dessen Fälligkeitsdatum.
SEPA Mandate können nicht verlängert werden, für abgelaufene SEPA Lastschriftmandate muss ein neues SEPA Lastschriftmandat beim Schuldner eingeholt werden!
Über ADDISON könne Sie Folgemandate anlegen und verwalten.
Was muss bei Kundenkonten (Schuldnern) mit abweichendem Kontoinhaber beachtet werden?
Ein SEPA Lastschriftmandat muss auf den Kontoinhaber ausgestellt werden.
Umdeutungsschreiben müssen ebenfalls an diesen verschickt werden.
Seit dem Programmstand DVD 3/2013 können Sie in ADDISON abweichende Adress-/Kontaktdaten für Bankverbindungen mit abweichendem Kontoinhaber erfassen.
Holen Sie rechtzeitig die benötigten Daten bei Ihren Schuldnern mit abweichendem Kontoinhaber ein.
Was muss bei „Diversen Kundenkonten“ beachtet werden?
Für Diverse Kundenkonten können keine SEPA Lastschriften erstellt werden.
Stellen Sie daher rechtzeitig die Diversen Kundenkonten auf Einzelkundenkonten um.
Was ist eine Pre Notification?
Eine Pre Notification ist eine verpflichtende Information des Lastschrifteinreichers an den Zahlungspflichtigen über die „anstehende“ SEPA Lastschrift.
Die Pre Notification muss folgende Angaben enthalten:
- Gläubiger ID
- Mandatsreferenz
- Einzugsbetrag
- Einzugsdatum
- IBAN und
- SWIFT Code
(bis 1.01.2014 für inländische Lastschriften/bis 31.01.2016 für ausländische Lastschriften)
Beispiel für eine Pre Notification
Beispiel für eine einzelne Pre-Notification, die Sie z.B. auf einer Rechnung anbringen können:
Unsere Forderung in Höhe von xx,xx EUR ziehen wir mit der SEPA-Lastschrift zum Mandant Nr. xxx zu der Gläubiger ID DEYYYxxxxxxx von Ihrem Konto IBAN DExxxx bei der Muster-Bank BIC xxx zum Fälligkeitstag xx.xx.xxxx ein. Wir bitten Sie für Kontodeckung zu sorgen.
Form
Es gibt keine Formvorgabe für die Pre Notification, möglich sind z. B. Brief, Vertrag, Rechnung, SMS, Telefon, E-Mail und Telefax.
Wann muss die Pre Notification verschickt werden?
Pre Notification First
Der Gläubiger muss dem Zahler spätestens 14 Kalendertage vor der Fälligkeit den Lastschrifteinzug anzukündigen.
Verkürzung der Pre Notification Frist
Der Zeitraum kann in den Vertragsbedingungen z.B. auf den Tag der Einreichung verkürzt werden.
Vereinbaren Sie daher bei Bedarf eine kürzere Pre Notification Frist mit Ihren Kunden/Schuldnern in Rahmen einer AGB Änderung
Gilt eine SEPA Lastschrift ohne Pre Notification als autorisiert?
Eine SEPA Lastschrift wird durch ein unterschriebenes SEPA Lastschriftmandat autorisiert. Daher gilt eine SEPA Lastschrift auch ohne Vorabankündigung als autorisiert.
Nur bei einer nicht autorisierten SEPA Basis-Lastschrift kann der Schuldner 13 Monate lang wiedersprechen.
Dennoch ergibt sich die Verpflichtung dazu aus der Inkassovereinbarung mit der Hausbank.
Eine Rückgabe wegen fehlender Kontodeckung aufgrund der unterlassenen Vorankündigung muss ggf. vom Lastschrifteinreicher getragen werden.
Können die SEPA Mandate aus der Finanzbuchhaltung für die Fakturierung exportiert werden?
Die SEPA Mandats ID kann in der Finanzbuchhaltung über das Datencenter exportiert werden.
Der Export ist für bis zu 3 Bankverbindungen eines Kunden möglich.
Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Gruppe Infos / weitere / Fibu Datencenter / Personenkonten.
Den Export können Sie über das nachfolgende Symbol starten .
Welche Einreichungsvorlauftage gelten bei SEPA Lastschriften?
SEPA Lastschriften müssen je nach Lastschriftart (Basis- bzw. Firmenlastschrift) bei den Hausbanken unter Berücksichtigung von entsprechenden Vorlauftagen eingereicht werden.
Die bisherige Fälligkeit bei Sicht gibt es nicht mehr, hierbei wurden die Lastschriftdateien von der Bank direkt nach dem Eingang der Zahlungsdatei weiterverarbeitet.
SEPA Lastschriften werden somit nach der Einreichung bei der Bank frühestens ausgeführt, wenn die jeweiligen Vorlauftage erreicht wurden.
Die Vorlauftage können je Einreicherbank differieren, da diese ggf. zusätzliche Bearbeitungstage voraussetzen.
Sie müssen daher die Vorlauftage, die Ihnen Ihre Hausbank im Rahmen der Inkassovereinbarung mitgeteilt hat, im globalen Bankenstamm erfassen:
Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar:
Registerkarte Mandant / Schaltfläche Unternehmen / Registerkarte Bankverbindungen /
Schaltfläche : / Registerkarte SEPA
Wenn Sie dort nichts eingegeben haben, werden von ADDISON automatisch für SEPA Lastschriften die nachfolgend aufgeführten Vorlauftage verwendet.
Basislastschriften Einreichung Vorlauftage:
| Erstlastschrift: | 6 Bankarbeitstage |
| Folgelastschrift: | 3 Bankarbeitstage |
| Einmallastschrift: | 6 Bankarbeitstage |
Seit dem 20.11.2016 gelten folgende Vorlauftage, wenn die Lastschriften mit der Zahlungsdateiversion 3.0 ausgegeben werden (Einstellung im Zentralen Mandantenstamm / Hausbankverbindungen / Karteikartenreiter SEPA Daten).
Unter der SEPA Dateiversion 3.0 ist die Beflaggung von Erstlastschriften zudem entfallen.
| Erst- und Folgelastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Einmallastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
Basislastschriften mit verkürzten Vorlauftagen (COR1)
(Ab der SEPA Zahlungsdateiversion 3.0, die seit dem 20.11.2016 gültig ist, sind COR1 Lastschriften entfallen)
| Erstlastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Folgelastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Einmallastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
Firmenlastschriften Einreichung Vorlauftage:
| Erstlastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Folgelastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
| Einmallastschrift: | 2 Bankarbeitstage |
Was sind TARGET2 Tage?
Bei der Berechnung der Vorlauftage für die Einreichung von SEPA-Lastschriften sind sogenannte TARGET2 Tage, das heißt Bankarbeitstage anzuwenden.
ADDISON berücksichtigt diese wie folgt:
(ausgenommen = Bankarbeitstage)
Wie werden die Vorlauftage in Bezug auf das Fälligkeitsdatum von SEPA-Lastschriften beachtet?
Neu bei SEPA-Lastschriften ist, dass jeder einzelnen SEPA-Lastschrift zwingend ein konkretes Fälligkeitsdatum mitgegeben werden muss.
Das bisherige Ausführungsdatum, das für die gesamten Lastschriften einer Zahlungsdatei vorgegeben werden konnte, gibt es unter SEPA nicht mehr.
Die SEPA Lastschriften müssen unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorlauftage rechtzeitig bei den Banken eingereicht werden**,** damit sie zum vorgegebenen Fälligkeitstermin rechtzeitig ausgeführt werden.
Wie werden die Vorlauftage von der ADDISON Finanzbuchhaltung berücksichtigt?
Es gibt in ADDISON zwei unterschiedliche Arten SEPA Lastschriften zu erstellen:
Variante 1: Bündeln mehrerer Rechnungen zu einer SEPA-Lastschrift
Bündeln der Rechnungen zu einer SEPA-Lastschrift:
Alle Offenen-Posten eines Kundenkontos werden wie bisher zu einer SEPA Lastschrift zusammengefasst.
ADDISON ermittelt das frühestmögliche Fälligkeitsdatum aufgrund der SEPA-Mandatsstammdaten (Lastschriftart) und rechnet es dem SEPA Dateierstellungsdatum hinzu.
Damit die Pre Notification Pflicht erfüllt wird, sollte hier jedoch dem Schuldner ein Zahlungsavis geschickt werden.
| Fälligkeit einer Rechnung: | 14.11.2017 |
| Lastschriftart: | Basis-Lastschrift SEPA V. 3.0 (verkürzt) |
| Lastschriftfrequenz: | Folgelastschrift |
| Vorlauftage: | 2 Bankarbeitstage |
| SEPA Dateierstellung: | 14.11.2017 |
| SEPA Lastschriftfälligkeit: | 16.11.2017 |
Variante 2: Einzellastschrift je OP mit OP-Fälligkeit als Lastschriftfälligkeit
Jeder OP eines Kundenkontos wird mit dessen Fälligkeit mit einer separaten SEPA Lastschrift eingezogen.
Hierbei werden die Vorlauftage bezogen auf jeden OP berücksichtigt.
| =====Fälligkeit einer Rechnung: ===== | =====14.11.2017===== |
| Lastschriftart: | SEPA-Basis-Lastschrift V 3.0 (verkürzt) |
| Lastschriftfrequenz: | Folgelastschrift |
| Vorlauftage: | 2 Bankarbeitstage |
| SEPA Dateierstellung: | 14.11.2017 |
| SEPA Lastschriftfälligkeit (wird hoch korrigiert): | 16.11.2017 |
| Späteste Einreichung bei Originalfälligkeit: | 10.11.2017 |
Wie viel Tage vor ihrer Fälligkeit dürfen SEPA Lastschriften bei der Bank eingereicht werden?
SEPA Lastschriften dürfen maximal 14 Kalendertage vor Ihrem Fälligkeitsdatum bei der Bank eingereicht werden.
Manche Banken arbeiten ggf. mit kürzeren Fristen.
Was sind Cut Off Zeiten?
SEPA Lastschriftdateien müssen rechtzeitig am Einreichungstag eingereicht werden, damit sie noch am Einreichungstag weiterverarbeitet werden und die Einreichungs-Vorlauftage eingehalten werden.
Die SEPA wird ggfs. sonst abgewiesen.
Zu welcher Uhrzeit die späteste SEPA Lastschrift-Einreichung erfolgen darf, erfahren Sie im Rahmen der Inkasso Vereinbarung.
Wie ist die SEPA Lastschriftdatei aufgebaut?
Trennung der SEPA Lastschriftarten in separate SEPA Zahlungsdateien
SEPA Zahlungsdateien müssen in separaten, physikalisch getrennten Zahlungsdateien nach den jeweiligen, nachfolgend aufgeführten SEPA Lastschrifttyp bei der Bank eingereicht werden.
ADDISON erstellt automatisch mehrere SEPA Zahlungsdateien, wenn Basis-, Basis COR1- und Firmen-Lastschriften in einem Zahlstapel enthalten sind.
Logische Blöcke (Sammler) innerhalb der SEPA Lastschriftdatei
Payment Information Blöcke (Sammler)
Innerhalb einer SEPA Lastschriftdatei werden die Lastschriften noch einmal in einzelnen Blöcken (Payment Information Block) bzw. Sammlern je nach Zahlungsfrequenz und Fälligkeit untergliedert:
Einmallastschrift
Folgelastschrift
Fälligkeitsdatum
:
Die spätere Gutschrift/ Darstellung auf dem Kontoauszug erfolgt analog dieser Payment Information Blöcke.
Daher werden diese auf der Banksammelliste auch entsprechend untergliedert und absummiert, damit Sie die gutgeschriebenen Beträge entsprechend abstimmen können.
Kennzeichnung der Lastschriftfrequenz
SEPA Lastschriften müssen innerhalb der Zahlungsdatei mit der Lastschriftfrequenz gekennzeichnet werden.
Jeder einzelnen Lastschrift ist mitzugeben, mit welcher Frequenz sie eingezogen wird:
Bei der SEPA Lastschriftdateierstellung werden die einzelnen SEPA Lastschriften von ADDISON aufgrund der SEPA Mandatsstammdaten entsprechend gekennzeichnet.
Was ist beim Online Versand von SEPA Lastschriften über HBCI/FinTS zu beachten?
Was ist HBCI/FinTS?
HBCI/FinTS ist eine Standard Schnittstellenprotokoll für das Versenden von Zahlungsdateien zwischen Kunde und Bank, welches von Ihrem Online-Banking-Programm genutzt wird.
Das HBCI/FinTS Protokoll ist auf Privatkunden ausgerichtet.
Das Pendant zu HBCI/FinTS ist das EBICS Protokoll (ausgerichtet auf Firmenkunden).
| Nach aktuellem Kenntnisstand können SEPA Lastschriften nicht bei allen Banken über HBCI/FinTS online eingereicht werden! Teilweise akzeptieren einzelne Banken bei diesem Verfahren insbesondere keine SEPA Firmen-Lastschriften! Erkundigen Sie sich daher unbedingt, beispielsweise, wenn Sie die Inkassovereinbarung mit Ihrer Hausbank für SEPA Lastschriften abschließen, ob Ihre Hausbank die von Ihnen benötigten SEPA Lastschriftarten im HBCI/FinTS Verfahren entgegennehmen kann. Der Electronic Banking Berater Ihrer Hausbank kann Ihnen im Bedarfsfall Auskunft darüber geben, welches Protokoll Sie derzeit für den Versand Ihrer Zahlungsdateien benutzen. |
Weitere Besonderheiten beim Versand von SEPA Lastschriften über HBCI/FinTS
SEPA Lastschriftzahlungsdateien enthalten logische Blöcke bzw. Sammler (Payment Information Blöcke).
Einmal- und Folgelastschriften werden je nach Fälligkeit in separaten Blöcken/Sammlern aufgeführt.
| Beim direkten Versand von der Festplatte über ein Online- Banking-Programm oder Import in ein Online-Banking-Portal müssen die SEPA Lastschriften in jeweils getrennten SEPA Zahlungsdateien nach den o.g. Sammlern vorliegen! |
In ADDISON können Sie einstellen, dass je Sammler eine separate SEPA Zahlungsdatei erstellt wird.
Diese Funktionalität ist aus der folgenden Menüfolge ausführbar: Registerkarte Mandant / Schaltfläche Unternehmen / Registerkarte Bankverbindungen / Reiter SEPA Daten /
Kontrollkästchen: SEPA Lastschrift-Dateien, je Sammler eine Datei erzeugen.
Durch die unterschiedlichen Fälligkeiten können dabei jedoch eine Vielzahl von Zahlungsdateien entstehen!
Alternativ können Sie bei den meisten Online-Banking-Programmen die SEPA Lastschriftdatei in das Online-Banking-Programm importieren und den Versand aus dem Programm heraus durchführen. Allerdings kann dieses mit einem erhöhten Arbeitsaufwand verbunden sein.
Eine weite Alternative ist, den Versand von der Hausbank von HBCI/FinTS auf EBICS umzustellen**, EBICS ist für den Versand von SEPA Lastschriften zu präferieren.**
Was ist bei Versand von SEPA Lastschriften über das ADDISON Service Rechenzentrum (Efis) zu beachten?
Beim Versand von SEPA Lastschriften über ein Service Rechenzentrum dürfen die SEPA Lastschriftdateien ebenfalls nur mit einem Sammler (Payment Information Block) pro Datei angeliefert werden.
Das bedeutet, wenn Sie jede Rechnung mit deren Rechnungsfälligkeit einzeln einziehen, entstehen sehr viele einzelne Sammler und somit sehr viele einzelne Lastschriftdateien mit eigenem Begleitzettel.
Wenn Sie SEPA Lastschriften über das Service Rechenzentrum einreichen, sollten Sie die Rechnungen je Kundenkonto unbedingt gebündelt einziehen.