SQL Server
SQL Server
Serverarbeitsspeicher einstellen
Sofern Sie SQL-Server-Dienste parallel mit anderen Windows-Server-Diensten wie File- und Printservices und/oder FastObjects Server betreiben, empfehlen wir Ihnen, den SQL-Serverarbeitsspeicher zu konfigurieren.
Begrenzen Sie den maximalen Serverarbeitsspeicher auf ca. maximal 2/3 des verfügbaren Hauptspeichers Ihres Servers. Die Änderungen konfigurieren Sie im SQL Server Management Studio. Führen Sie nach der Konfigurationsänderung einen Neustart des SQL-Server-Dienstes durch, damit die Änderungen wirksam werden.
Überlegungen zur Sicherheit bei SQL-Server-Installationen
Sicherheit spielt nicht nur für Microsoft SQL Server und Microsoft eine wichtige Rolle, sondern für jedes Produkt und jede Art von Unternehmen. Die meisten Sicherheitsrisiken lassen sich vermeiden, wenn Sie einfachen bewährten Methoden folgen.
In diesem Kapitel werden bewährte Sicherheitsmethoden behandelt, die Sie vor dem Installieren von SQL Server und nach dem Installieren von SQL Server anwenden sollten.
Damit Ihre SQL-Server-Installation möglichst sicher ist, sollten Sie beim Einrichten der Serverumgebung diesen bewährten Methoden folgen.
Physikalische und logische Isolation bilden die Basis der Sicherheit von SQL Server
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um die physikalische Sicherheit der SQL-Server-Installation zu erhöhen:
- Platzieren Sie den Server in einem Raum, den nur autorisierte Benutzer betreten dürfen.
- Stellen Sie Computer, die Datenbanken hosten, an physikalisch geschützten Orten auf. Im Idealfall sollte dies ein verschlossener Computerraum mit Systemen für Überschwemmungsschutz und Feuererkennung bzw. Brandbekämpfung sein.
- Installieren Sie Datenbanken in der sicheren Zone des Intranets im Unternehmen und ohne direkte Verbindung mit dem Internet.
- Führen Sie regelmäßig Datensicherungen durch und bewahren Sie die Kopien an einem sicheren Ort außerhalb des Unternehmensgebäudes auf.
Verwenden von Firewalls
Firewalls sind ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Sicherung der SQL-Server-Installation geht. Sie bieten den wirksamsten Schutz, wenn Sie die folgenden Richtlinien beachten:
- Richten Sie zwischen Server und Internet eine Firewall ein.
- Unterteilen Sie das Netzwerk in Sicherheitszonen, die durch Firewalls voneinander getrennt sind. Blockieren Sie zunächst sämtlichen Datenverkehr und lassen Sie anschließend nur ausgewählte Verbindungen zu.
- Verwenden Sie in einer mehrstufigen Umgebung mehrere Firewalls, um Umkreisnetzwerke zu erstellen.
Wenn Sie den Server in einer Windows-Domäne installieren, konfigurieren Sie innere Firewalls so, dass die Windows-Authentifizierung zulässig ist.
Wenn Ihre Anwendung verteilte Transaktionen verwendet, müssen Sie die Firewall möglicherweise so konfigurieren, dass MS DTC-Datenverkehr (Microsoft Distributed Transaction Coordinator) zwischen separaten MS DTC-Instanzen sowie zwischen MS DTC und Ressourcen-Managern wie SQL Server übermittelt werden kann.
Isolieren von Diensten
Durch das Isolieren von Diensten reduzieren Sie das Risiko, dass durch einen gefährdeten Dienst andere Dienste ebenfalls gefährdet werden. Beachten Sie beim Isolieren von Diensten die folgenden Richtlinien:
- Installieren Sie SQL Server niemals auf einem Domänencontroller.
- Führen Sie separate SQL Server-Dienste unter separaten Windows-Konten aus.
- Führen Sie in einer mehrstufigen Umgebung Web- und Geschäftslogik auf getrennten Computern aus.
- In größeren Umgebungen sollte der SQL Server als dedizierter Server eingerichtet werden
Erstellen von Dienstkonten mit geringsten Privilegien
Vom SQL Server-Setup werden den Dienstkonten automatisch Berechtigungen für den Vollzugriff auf die Dateien von SQL Server erteilt. Darüber hinaus wird ihnen Vollzugriff auf die lokale Administratorengruppe gewährt.
Sie können sich vor unberechtigtem Zugriff schützen, indem Sie Microsoft Windows-Konten mit kleinstmöglichen Privilegien zum Ausführen von SQL Server-Diensten erstellen.
Konfigurieren eines sicheren Dateisystems
Das Verwenden des richtigen Dateisystems erhöht die Sicherheit. Bei SQL Server-Installationen sollten Sie folgende Aufgaben ausführen:
- Verwenden Sie das NTFS-Dateisystem. NTFS ist das bevorzugte Dateisystem für Installationen von SQL Server, da es im Vergleich zu FAT-Dateisystemen stabiler ist und besser wiederhergestellt werden kann. Darüber hinaus bietet es Sicherheitsoptionen wie Zugriffssteuerungslisten (Access Control Lists, ACLs) für Dateien und Verzeichnisse.
- Einige Features von SQL Server Database Engine verfügen über NTFS-Abhängigkeiten, einschließlich Datenbanksnapshots und DBCC-Onlinebefehlen.
- Beachten Sie die Dateigrößenbeschränkung von 4 GB bei FAT-Dateisystemen. Während der Installation werden von SQL Server entsprechende ACLs für Registrierungsschlüssel und Dateien eingerichtet, wenn NTFS erkannt wird. Diese Berechtigungen sollten nicht geändert werden.
- Verwenden Sie RAID-Medien (Redundant Array of Independent Disks) für wichtige Datendateien.
Performancesteigerung
Dieses Kapitel schildert Einstellungen und Maßnahmen, die die Performance verbessern. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Vorgaben, die eingehalten werden müssen.
Voraussetzungen
SQL Server
Installation des aktuellen Service Packs des jeweiligen SQL Servers
Bezüglich der Hardware ist den einschlägigen Systemvoraussetzungen Genüge zu leisten. Je nach Anzahl der Benutzer bedeutet dies insbesondere, falls möglich:
Mehrfachprozessor inkl. Prozessorcache
großer Hauptspeicher
schnelles Bus-System
mehrere Festplatten, RAID-Systeme mit eigenen Controllern
Betriebssystem
Bei den laut Systemvoraussetzungen vorgesehenen Betriebssystemen sollten die aktuellen Service Packs installiert sein.
Die Wahl des Dateisystems (NTFS oder FAT) hat keine Auswirkungen auf die Performance. NTFS ist aus Sicherheitsgründen jedoch FAT vorzuziehen.
Ein paralleler Betrieb des Rechners mit dem SQL Server als Druck-, Web-, DHCP-, File- oder Applikations-Server ist nicht zu empfehlen. Insbesondere MS Exchange muss auf einem separaten Rechner installiert werden. Die laufenden Dienste können u.a. in der Systemsteuerung überprüft werden.
Installieren Sie SQL Server nicht auf einen Domänencontroller.
Netzwerkkonfiguration
Es sollten nur die notwendigen Protokolle auf dem SQL Server installiert sein. Völlig ausreichend ist hier TCP/IP. Ferner sind auch die Netzwerkdienste auf ein absolut notwendiges Maß zu reduzieren. Novelldienste wie NetBIOS-Schnittstelle oder Novell Arbeitsstationsmanager sind, falls möglich, zu entfernen.
Die Eigenschaft des Server-Dienstes ist auf die Einstellung Durchsatz für Netzwerkanwendungen optimieren zu setzen.
Der Rechner, auf dem der SQL Server läuft, ist nicht als PDC oder BDC geeignet. Der Netzwerkdienst DDE ist zu deaktivieren.
Optimierung
SQL Server – Allgemein
Der Speicherort der Windows-Auslagerungsdatei sollte sich auf einer anderen Festplatte als die SQL Server Programminstallation befinden.
Nicht zwingend erforderliche Dienste wie MSDTC, Microsoft Search oder English Query brauchen erst gar nicht installiert zu werden.
Die Ablage der Daten sollte separat von den Programmdateien auf einer weiteren Festplatte mit eigenem Festplattencontroller erfolgen. Es sollte sich hierbei jedoch nicht um die Festplatte handeln, auf dem sich die Windows-Auslagerungsdatei befindet.
Netzwerkoptimierung Client
Diese Konfigurationseinstellungen sind durch das Programm SQL Client-Netzwerkkonfiguration (Client Network Utility) nach der Installation änderbar. Es gelten sämtliche Ausführungen für die SQL Server-Netzwerkkonfiguration.
Optimierung durch Wartung
| Dieser Abschnitt gilt nur für die ADDISON AKTEnlösung und ADDISON SBS Rewe. |
Zur Gewährleistung optimaler Datenbank-Performance sollte die tse:nit | cs:Plus | ADDISON SBS Rewe-Datenbank in regelmäßigen Abständen mit den tse:nit | cs:Plus administration tools bzw. ADDISON SBS Rewe Management Console reorganisiert sowie die Indizes gewartet werden. Zusätzlich sollten die Indexe komplett neu erstellt und die Statistiken mit einem Wartungsplan, den Sie im SQL Server Management Studio anlegen können, aktualisiert werden. Die zu empfehlenden Intervalle hängen davon ab, wie intensiv mit tse:nit | cs:Plus | ADDISON SBS Rewe gearbeitet wird:
| Nutzungsintensität | Reorganisation | Statistik Update | Index neu erstellen | Indizes warten |
|---|---|---|---|---|
| Geringe Nutzung | Vierteljährlich | Monatlich | Monatlich | 14-tägig |
| Normale Nutzung | Monatlich | Wöchentlich | 14-tägig | Wöchentlich |
| Intensive Nutzung | 14-tägig | Täglich | Wöchentlich | Täglich |
| Sehr intensive Nutzung | Wöchentlich | Täglich | Täglich | --- |
Datenbank Reorganisieren und Indizes warten
Durch Reorganisieren der SQL Server-Datenbank werden Defragmentierungen, die durch das Ändern und Löschen von Datenbank-Einträgen entstehen, ermittelt und beseitigt.
Durch die Wartung der Datenbank-Indizes der SQL Server-Datenbank kann insbesondere bei größeren Tabellen eine Performancesteigerung erzielt werden. Es werden die Indizes mit einem entsprechend hohen Fragmentierungsgrad ermittelt und für diese eine Defragmentierung durchgeführt.
Diese Aufgaben können über die tse:nit | cs:Plus administration tools bzw. der ADDISON SBS Rewe Management Console durchgeführt werden.
Reorganisieren
: Aufgabengruppe: Analyse
: Aufgabe: Datenbank prüfen (Strukturen reorganisieren)
Indizes warten
: Aufgabengruppe: Wartung
: Aufgabe: Wartung der Datenbank-Indizes
Diese Vorgänge kann in Abhängigkeit von Datenbankgröße und Grad der Fragmentierung längere Zeit in Anspruch nehmen.
Zur Einbindung in die Windows-Aufgabenplanung ist es möglich, die tse:nit | cs:Plus administration tools bzw. ADDISON SBS Rewe Management Console mit dem Kommandozeilenparameter /I:Konfigurationsname aufzurufen, um die Wartung der Datenbank-Indizes auszuführen.
Reorganisieren
:tse:nit / cs:Plus
: C:\Program Files (x86)\ADDISON\Akte_AT\10it_AT.exe /r:
:ADDISON SBS Rewe
: C:\Program Files (x86)\SBS-Software\SBS-Rewe\10it_AT.exe /mmcuser:
/mmcpw: /r: Indizes warten
:tse:nit / cs:Plus
: C:\Program Files (x86)\ADDISON\Akte_AT\10it_AT.exe /i:
:ADDISON SBS Rewe
: C:\Program Files (x86)\SBS-Software\SBS-Rewe\10it_AT.exe /mmcuser:
/mmcpw: /i:
Informationen dazu finden Sie auch in der Hilfe der tse:nit | cs:Plus administration tools bzw. ADDISON SBS Rewe Management Console.
Statistikupdate und Indizes neu erstellen
Das Statistikupdate (Statistiken aktualisieren) sowie die Neuerstellung der Indizes können mit Hilfe des SQL Server Management Studios durchgeführt und als Wartungsplans hinterlegt werden. Zum Erstellen eines Wartungsplans beachten Sie bitte den Abschnitt Anlegen von Wartungsplänen.
Physikalische Defragmentierung
Neben der logischen Fragmentierung der Datenbank wirkt sich auch die physikalische Fragmentierung der verwendeten Datenträger maßgeblich auf die Performance der Datenbank aus. Daher sollte auch diese überwacht werden und eine regelmäßige Datenträger-Defragmentierung (wahlweise zeitgesteuert oder in Abhängigkeit vom Fragmentierungsgrad) stattfinden.
Im laufenden Betrieb von SQL Server befinden sich die Datenbank-Dateien im Zugriff durch den SQL Server-Dienst, so dass diese unter Umständen nicht im Online-Modus defragmentiert werden können. Daher empfiehlt sich ggf. der Einsatz professioneller Defragmentierungs-Software, die die Festplatte auf der Ebene des Betriebssystems defragmentiert und dazu die Windows MoveFile-APIs verwendet. In diesem Fall spielt für die Defragmentierung keine Rolle, ob SQL Server auf die Dateien zugreift.
Anlegen von Wartungsplänen
Die Einrichtung eines Wartungsplanes erlaubt Ihnen die Einrichtung automatisierter Wartungsvorgänge.
Dazu zählen z.B. das Durchführen von:
Sicherungen
Statistiken aktualisieren
Index neu erstellen
Datenbankintegrität prüfen
u.v.m. …
| Das Anlegen von Wartungsplänen wird von SQL Server Express Edition nicht unterstützt. |
Vorgehensweise
Zur Erstellung eines Wartungsplanes müssen Sie ein Mitglied der festen Serverrolle sysadmin sein. Weiterhin muss der Dienst SQL Server-Agent für die entsprechende SQL Server-Instanz gestartet sein.
Starten Sie das Microsoft SQL Server Management Studio.
Erweitern Sie im Objekt-Explorer einen SQL Server und erweitern dann Verwaltung.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Wartungspläne und dann auf Wartungsplan-Assistent.
:
Führen Sie die Schritte des Assistenten aus, um Ihren Wartungsplan zu erstellen.
Beschreiben Sie zunächst Ihren Wartungsplan.
:
Stellen Sie nun den Zeitplan und das Wiederholungsintervall ein. Öffnen Sie dazu durch Klick auf die Schaltfläche Ändern ... die Eigenschaften des Auftragszeitplanes.
:
Im nächsten Schritt wählen Sie Ihre gewünschte Aufgabe aus und klicken auf Weiter.
:
Bestätigen Sie den Dialog Wartungstaskreihenfolge auswählen mit Weiter
Konfigurieren Sie die je nach Task ausgewählten Einstellungen und schließen den Assistenten mit Klick auf Fertig stellen ab
Textberichte/Verlauf
Verwenden Sie Textberichte und/oder Verlaufsinformationen, um einen Bericht zu den von Microsoft® SQL Server™ ausgeführten Wartungsaktivitäten in einer Datei zu speichern bzw. in eine Tabelle zu schreiben.
Wartungsplan und Systemdatenbanken
Wenn Sie einen Wartungsplan für die tse:nit | cs:Plus | ADDISON SBS Rewe Datenbank einrichten, müssen Sie darauf achten, dass die Systemdatenbanken master und msdb folgende Voraussetzungen erfüllen:
Stellen Sie für die Systemdatenbanken master und msdb grundsätzlich das einfache Wiederherstellungsmodell ein.
Richten Sie für die Systemdatenbanken einen eigenen Wartungsplan ein.
Führen Sie für die Systemdatenbanken keine Transaktionsprotokollsicherung durch. Dies ist beim einfachen Wiederherstellungsmodell nicht möglich.
Wenn diese Voraussetzungen nicht eingehalten werden, kann dies zu nicht vollständig ausgeführten Wartungsplänen oder zu überproportional anwachsenden Transaktionsprotokollen führen.
Weitere Hinweise zum Wartungsplan-Assistenten finden Sie unter: https://docs.microsoft.com/de-de/sql/relational-databases/maintenance-plans/use-the-maintenance-plan-wizard?