Funktionen / Dialoge Umsatzsteuer-Voranmeldung
Funktionen / Dialoge Umsatzsteuer-Voranmeldung
Dialog Formularverwaltung
Im Dialog Formularverwaltung wählen Sie, welche Teildokumente im Steuerdokument als Registerkarten angezeigt werden.
Dialog Formularverwaltung öffnen
Aus den Steuerdokumenten Umsatzsteuer-Voranmeldung, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einnahmenüberschussrechnung usw.
- Symbol
Formularverwaltung
- Symbol
Formularverwaltung neben der letzten Registerkarte der Teildokumente
- Symbol
Formularverwaltung in der Schnellstartleiste, neben dem Arbeitsbereich
Symbole
| Die Eingaben werden gespeichert und das Dialogfenster geschlossen. | |
| Abbrechen |
Bereich Dokumente und Arbeitsbereich
Je nach Auswahl im Bereich Dokumente ändert sich die Anzeige im Arbeitsbereich des Dialogs. Wenn Sie den Eintrag Dokumente in der Liste wählen, können Sie über die Kontrollkästchen steuern, welche Teildokumente dargestellt werden. In der Spalte enthält Daten können Sie erkennen, welche Teildokumente Daten enthalten. Wenn Sie ein einzelnes Formular wählen, z. B. USt 1 A, Einnahmenüberschussrechnung, Übernahmeprotokoll usw, werden detaillierte Angaben angezeigt. Für das jeweilige Teildokument können Sie einen Kommentar hinterlegen.
Teildokumente Steuern
In den einzelnen Teildokumenten werden die Daten der Umsatzsteuer-Voranmeldung bzw. Steuererklärung aufbereitet. Über das Kontextmenü einiger Teildokumente steht jeweils ein Export nach Microsoft Office Word, Microsoft Office Excel, HTML und als PDF zur Verfügung. Somit ist eine komfortable Bearbeitung und Weitergabe dieser Daten gewährleistet.
Teildokument öffnen
- jeweiliges Register im Arbeitsbereich
- Schnellstartleiste zwischen Arbeitsbereich und Multifunktionsbereich
Wählen Sie im Dialog Formularverwaltung, welche Teildokumente als Register angezeigt werden.
Verprobung
Die Verprobung stellt die Werte gegenüber, die sich aus den Kontenzuordnungen der Bemessungsgrundlagefelder und der Steuerfelder ergeben.
| Spalte | Beschreibung |
|---|---|
| Bezeichnungsspalte | Enthält die Positionsbezeichnung sowie die Konten. Die Verprobung ist nach Steuersätzen gruppiert aufgebaut. |
| Bemessungsgrundlage (BMG) lt. Fibu | Der Wert, der sich aus der Kontenzuordnung ergibt, ohne Rundung. |
| Bemessungsgrundlage (BMG) lt. Erklärung | Der auf volle € abgeschnittene Betrag entsprechend der Rundungslogik der Steuerformulare |
| Bemessungsgrundlage Differenz | Die Differenz zwischen der Bemessungsgrundlage laut Fibu und der Bemessungsgrundlage laut Erklärung. Diese sollte, wenn kein manueller Eingriff in die Formularwerte erfolgte, maximal 99 Cent betragen. |
| Steuer lt. Fibu | Der Wert, der sich aus der Kontenzuordnung ergibt, ohne Rundung. |
| Steuer lt. Erklärung | Der Wert, der sich aus der Bemessungsgrundlage lt. Erklärung durch die Multiplikation mit dem entsprechenden Steuersatz ergibt |
| Steuer Differenz | Die Differenz zwischen der Bemessungsgrundlage laut Fibu und der Bemessungsgrundlage laut Erklärung. Diese sollte, wenn kein manueller Eingriff in die Formularwerte erfolgte, maximal 19 bzw. 7 Cent betragen (je nach Steuersatz der entsprechenden Position). |
Die Ist-Versteuerungskorrektur wird jeweils direkt als separate Zeile unter der Positionsbezeichnung angezeigt. In der Verprobung werden Differenzen rot markiert, die die Toleranzgrenze überschreiten, die sich aus dem Steuersatz ergibt.
In den Summenzeilen werden Differenzen unabhängig von der Betragshöhe immer rot markiert um darauf hinzuweisen. Da sich positive und negative Beträge gegenseitig aufheben können, ist an dieser Stelle eine Betragsprüfung nicht sinnvoll möglich.
Beispiel Umsatzsteuer-Voranmeldung: Zeile 26 Steuerpflichtige Umsätze zu 19%
Die Betragsangabe der Bemessungsgrundlage wird ohne Nachkommastellen übernommen, also nur volle EUR-Beträge. Dadurch können sich maximal 99 Cent Differenz in der Verprobung ergeben. Wenn die Differenz höher ist, wird sie rot dargestellt. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn Sie einen Wert manuell in das Formular eintragen.
Aus den 99 Cent ergibt sich durch den Steuersatz von 19% in der Steuerspalte ein Betrag von 19 Cent als rechnerisch zulässige Differenz. Wenn dieser Betrag überschritten wird, wird die Differenz ebenfalls rot markiert.
Übernahmeprotokoll
Im Übernahmeprotokoll sehen Sie, welche Kontenwerte in welche Positionen beim Einlesen der Fibu-Werte eingeflossen sind. Hierbei werden auch die Konten dargestellt, die nur in die Verprobung einfließen.
Berechnung
Die Berechnung stellt die Formularwerte übersichtlich dar und berechnet die Zahllast. Sie besteht aus bis zu zwei einzelnen Auswertungen. Im Kopfbereich können Sie durch Anklicken zwischen den Berechnungsteilen umschalten.
Berechnung: Die Werte werden entsprechend der Reihenfolge der Positionen im Formular dargestellt. Für Ihre Unterlagen können Sie anstelle des Formulars auch das Teildokument Berechnung drucken.
Korrektur bei Ist-Versteuerung: Dieser Berechnungsteil steht nur zur Verfügung, wenn eine wertmäßige Anpassung der Bemessungsgrundlage durchzuführen ist. Hierdurch wird die Anpassung einfach nachvollziehbar. Die entsprechenden Kontenwerte sind im Übernahmeprotokoll sowie der Verprobung ersichtlich.
Plausibilitätsprüfung
Die Plausibilitätsprüfung stellt Plausibilitätsmeldungen dar, z. B. wenn im Mandantenstammblatt das Finanzamt nicht eingetragen ist, die Steuernummer fehlt usw. Die Hyperlinks bei den einzelnen Plausibilitätsmeldungen verzweigen direkt auf die entsprechenden Felder im Formular. Für die Prüfung wird die Plausibilitätsprüfung des ELSTER-Moduls der Finanzverwaltung verwendet.
Anlagenübersicht
In der Anlagenübersicht werden die Excel-Anlagen dargestellt, die im Steuerfall angelegt sind. Beim Gesamtdruck des Steuerfalls wird auch die Anlagenübersicht mit einbezogen.
Rewe-Kumulierung
Bei der Rewe-Kumulierung wird direkt auf die Buchhaltungsdaten der jeweiligen Firma zugegriffen. Diese Kumulierung ermöglicht eine einfache Zusammenfassung der Werte bei Firmen mit gleichem Kontenrahmen sowie Wirtschaftsjahr.
Die Rewe-Kumulierung können Sie in zahlreichen Dokumenten vieler Fachgebiete auswerten, z. B. Bilanz, Abschreibungsverzeichnis, Summen- und Saldenliste.
Voraussetzung für die Rewe-Kumulierung
- Im Dokument Kumulierungskreise sind Firmen angelegt
- In den Dokumenteigenschaften des Auswertungsdokuments ist die Rewe-Kumulierung aktiviert
Bedingungen für die Firmen die kumuliert werden sollen
Um die Werte mehrerer Firmen zu kumulieren, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Gleicher Zeitraum des Wirtschaftsjahres
- Gleicher Kontenrahmen
- Gleiche Kontenkreise
- Gleicher Kostenartenrahmen
- Gleicher Kostenkreis
Durchführung der ReWe-Kumulierung
Die Firmen werden aus der Zuordnung im Dokument Kumulierungskreise vorgeschlagen. In den Dokumenteigenschaften des Dokuments wählen Sie die Firmen, die Sie kumulieren wollen. Die Daten dieser Firmen werden beim Einlesen der Fibu-Werte in der Auswertung berücksichtigt.
Umsatzsteuerliche Kumulierung (Voranmeldung) Bei der Umsatzsteuerlichen Kumulierung (Voranmeldung) werden gespeicherte Steuerfälle beliebiger Firmen eingelesen und zusammengefasst. Die Steuerfälle können unterschiedliche Wirtschaftsjahre und Kontenrahmen haben.
Im geöffneten Dokument wird der jeweilige Kumulierungsstatus links unten in der Statusleiste dargestellt.
Firmenauswahl für die Umsatzsteuerliche Kumulierung (Voranmeldung) In der Umsatzsteuer-Voranmeldung öffnet sich über die Schaltfläche Mandantenauswahl das Dialogfenster Mandanten auswählen -> Aktivieren bzw Deaktivieren Sie die Firmen, die kumuliert werden sollen -> Symbol Speichern und Schließen Die Daten der im Dialogfenster Mandanten auswählen ausgewählten Firmen werden bei der Kumulierung berücksichtigt. Die Auswahl der zu kumulierenden Firmen wird in den Dokumenteigenschaften im Register Rechnungswesen vorgenommen.
Auswahl des Steuerfalls
Nach Auswahl der Firmen kann der Steuerfall übernommen werden. Dabei wird jeweils auf die letzte, gespeicherte Berichtigung zugegriffen. Firmen ohne gespeicherten Steuerfall werden grau dargestellt und sind in der Auswahlspalte des Dialogs Mandanten auswählen nicht aktivierbar.
| Ein Steuerfall kann nur selektiert werden, wenn er gespeichert wurde. Daher empfehlen wir, den Kumulierungssteuerfall als letzten zu öffnen. Andernfalls müssen die Steuerfälle ggf. neu selektiert werden. |
Einlesen der Kumulierungsdaten
Das Einlesen der Kumulierungsdaten kann über die Funktion Werte einlesen – automatisch beim Start gesteuert werden. Kumulierungsdaten (Umsatzsteuerliche Kumulierung Voranmeldung) werden automatisch eingelesen, wenn die Option in den Eigenschaften aktiviert ist. Das manuelle Einlesen kann über das Symbol Werte einlesen (SBS Rewe neo®) bzw. über das Menü Extras | USt-Daten Kumulierungsdaten einlesen (tse:nit / cs:plus) durchgeführt werden.
Darstellung der Daten im Übernahmeprotokoll
Im Übernahmeprotokoll werden die Werte inklusive der Kontenwerte der einzelnen Firmen dargestellt. Die Herkunft der jeweiligen Werte ist so jederzeit nachvollziehbar. Eine Verprobung steht hier nicht zur Verfügung, diese ist in den jeweiligen Einzelsteuerfällen zu prüfen.
Dialog Kontenzuordnung
Die Pflege der Kontenzuordnungen auf Mandanten- / Firmenebene können Sie direkt im Formular über den Dialog Kontenzuordnung vornehmen. Alternativ können Kontenzuordnungen im Dokument Kontenzuordnungsrahmen erfolgen.
Öffnen des Dialogfensters aus dem Formular
- Symbol
Kontenzuordnung
- Kontextmenü auf eine Wertspalte -> Eintrag Kontenzuordnung
Pflegedialog der Kontenzuordnungen aus dem Formular
Über das Symbol kann die Kontenzuordnung als mandanten-/firmeneigen gespeichert werden. Mit
wird der Pflegedialog ohne Speicherung geschlossen. Mit dem Auswahlfeld kann zwischen den einzelnen Kontenzuordnungen eines Steuerfeldes gewechselt werden. Durch Betätigung des Schaltfläche Standard wird die Standardzuordnung wieder hergestellt. Die Kontenzuordnungen werden bereits während der Eingabe validiert.
Pflege der Kontenzuordnungen der Steuerfelder KZ 81 und 86 (Zeilen 26 und 27)
Es sollte in diesen Feldern die Einstellung Versteuerungsart Nur für Verprobung eingestellt, falls der verwendete Kontenrahmen nicht automatisch abgeglichen wird, um eine korrekte Verprobung zu erhalten.
IST-Versteuerung – Besonderheiten
In der Umsatzsteuer-Voranmeldung wird eine automatische Berichtigung der Bemessungsgrundlage um die nicht fälligen Umsätze vorgenommen.
Die Kontenzuordnungen für die Felder 81 und 86 (Zeilen 26 und 27) bestehen intern jeweils aus drei Feldern, zwischen denen über die Pfeilsymbole gewechselt werden kann.
Das Feld Bemessungsgrundlage ohne USt – über dieses wird der Wert im Formular ermittelt. Dieses Feld öffnet sich automatisch beim Aufruf der Kontenzuordnung.
Das Feld Ist-Versteuerungskorrektur, welches nur die Kontenzuordnung für die Korrektur um die nicht fälligen Umsätze enthält. Dieses Feld wird beim ersten Betätigen des Pfeil nach rechts – Buttons aufgerufen. Dieses Feld wird nur für die Verprobung herangezogen!
Das Feld Soll-Versteuerungswert welches nur die Kontenzuordnung der Bemessungsgrundlage ohne die Ist-Versteuerungskorrektur enthält. Dieses Feld wird nur für die Verprobung herangezogen!
Bei individuellen Kontenrahmen, abweichenden Steuerkonten für nicht fällige USt oder unvollständigen Kontenzuordnungen im Feld Bemessungsgrundlage sind manuelle Eingriffe erforderlich. Hierbei ist zu beachten, dass jeweils alle drei Felder der KZ 81 und KZ86 zu pflegen sind, um eine korrekte Verprobung zu erhalten.
Beispiel für die Berechnung der Werte:
Kontenrahmen KR 03: Zwei Buchungen im aufgerufenen Zeitraum
Rechnungsbuchung mit Ist-Versteuerung
Zahlungsbuchung mit automatischer Umbuchung von nicht fälliger auf fällige USt
Daraus resultierende Kontensalden:
| Konto | Saldo Haben |
|---|---|
| 8400 | 1000 |
| 1766 | 95 |
| 1776 | 95 |
Es finden folgende Berechnungen statt:
Für das Formularfeld 81 Bemessungsgrundlage:
Kontenzuordnung (1764,1766)*-W(100)/W(19) ergibt (95)*-100/19 =-500
Sowie aufgrund der übrigen Kontenzuordnung den Wert von Konto 8400 =1000
Summe Bemessungsgrundlage =500
In der Verprobung werden folgende Werte dargestellt:
Die Kontenzuordnung Ist-Versteuerungskorrektur ergibt:
(1764,1766)*-W(100)/W(19) ergibt (95)*-100/19 =-500
Die Kontenzuordnung Soll-Versteuerungswert ergibt aufgrund der übrigen Kontenzuordnung den Wert von Konto 8400 =1000
Die entsprechenden Werte werden in den Teildokumenten der Umsatzsteuer-Voranmeldung Verprobung, Berechnung sowie im Übernahmeprotokoll dargestellt.